Versäumnisse und Risiken in der frühen Kindheit: Die Folgekosten sind gewaltig

Kinder in schwierigen sozalen Verhältnissen verursachen später hohe soziale Kosten
Benachteiligte Kinder: Hilfe lohnt sich

Kinder, die in unter schwierigen ökonomischen, sozialen Verhältnissen und unter langandauernden psychologischen Stresssituationen aufwachsen, sind in der Regel nicht nur weniger erfolgreich in ihrem späteren Leben, was Einkommen und Status angeht, sondern leiden auch verstärkt unter einer Reihe von chronischen Krankheiten.

In der Summe ergeben sich daraus gewaltige Kosten für die Gesellschaft und die Sozialsysteme. Im Umkehrschluss ist jede erfolgversprechende Investition in die Verbesserung der kindlichen Lebensbedingungen von Anfang an schon aus rein ökonomischer Sicht "profitabel". Seit die Ökonomen diesen Zusammenhang "entdeckt" haben, erscheinen immer wieder Studien mit verblüffenden Belegen für diesen Zusammenhang.

Ein aktuelles Beispiel dafür die Studie Childhood Forecasting of a Small Segment of the Population With Large Economic Burden", die über 1.000 Kinder von der Geburt bis zum Alter von 38 Jahren begleitet und ihre gesundheitliche Entwicklung analysiert hat. Die Daten stammen aus der berühmten neuseeländischen Dunedin-Studie (mehr dazu hier). Das Ergebnis:

Die 20 Prozent der Untersuchten mit den höchsten Entwicklungsrisiken verursachten als Erwachsene 80 Prozent der sozialen und Gesundheitskosten, darunter 81 Prozent der Veruteilungen für kirminelle Delikte, 78 Prozent der eingereichten Rezepte für Medikamente gegen vor allem chronische Erkrankungen, 66 Prozent aller sozialen Unterstützungsleistungen, 57 Prozent der Krankenhaustage, etc. Ein großer Teil dieser späteren überproportionalen sozialen Kosten hätte, so die Analyse der Wissenschaftler, mit einer frühen Intervention in die Lebensbedingungen der Kinder vermieden werden können.

Quelle: Science Daily

Die Studie:
Avshalom Caspi et al., Childhood Forecasting of a Small Segment of the Population With Large Economic Burden. Nature Human Behaviour, Dezember 2016, online vorab publiziert.

 


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