02. Dezember 2013

KIGGS-Studie Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland"Der erste Eindruck der jetzt vom Robert Koch-Institut (RKI) vorgestellten Ergebnisse aus der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS ist: alles in Ordnung." So sah es der SPIEGEL bei Erscheinen des Vorberichts zur 1. Welle der KIGGS-Studie ("Kinder- und Jugend-Gesundheitssurvey"), der umfassendsten Langzeitstudie über die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die endlültige Auswertung der Daten erschient erst im Frühjahr 2014.

Diese Einschätzung war vermutlich eher dem vorweihnachtlichen Harmoniebedürfnis geschuldet als der Analyse der vorliegenden Daten. Denn hier finden sich neben positiven Trends wie etwa beim Rauchen, besorgniserregende Entwicklungen und/oder unverändert negative Tendenzen im Vergleich zur ersten Erhebung aus den Jahren 2003-2006. Auch in der populär gestalteten Broschüre mit ersten Zusammenfassungen einzelner Ergebnisse überwiegen die beruhigenden Töne.

Anders der Bericht mit Interviews von Autoren der KIGGS- und der "verwandten" BELLA-Studie ("BEfragung zum seeLischen WohLbefinden und VerhAlten“) im Funkkolleg des Hessischen Rundfunks: "Gesund groß werden". Hier werden (ab etwas der 10. Sendeminute) auch die weniger erfreulichen Entwicklungen kritisch beleuchtet.

20. November 2013

Prekäre Arbeitsplätze und Lebensverhältnisse verhindern Kinderwunsch und FamiliengründungUnsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse veranlassen immer mehr Frauen, ihren Kinderwunsch zu verschieben und schließlich ganz aufzugeben. Geldleistungen ändern daran wenig. Diese Erkenntnis gilt für Frauen aus allen sozialen Schichten und allen Berufsgruppen.

Dass soziale Unsicherheit und Angst vor der Zukunft auf die Geburtenrate drückt, ist eine schlichte Einsicht, für die man keine ausgeklügelten empirischen Studien bräuchte. Aber ausgerechnet bei den Auftragsstudien 2013 des Famileinministeriums zur Bewertung der Effizienz von Geld- und geldwerten Leistungen für Familien in Deutschland wir das kaum erwähnt.

Vom "anderen Ende der Welt", aus Australien, kommt jetzt eine Studie, die diese Einsicht wissenschaftlich stützt:
Frauen aller Schichten und Einkommensklassen sind mit 35 Jahren noch kinderlos, wenn sie bisher überwiegend in "prekären", zeitlich befristeten oder ansonsten unsicheren Jobs gearbeitet haben.

26. Oktober 2013

Illustration: Frank WalkaMit Kindern singen! In Familien ist das nicht mehr überall selbstverständlich. Das "Liederprojekt" des Carus-Verlags

www.liederprojekt.org

ist eine eindrucksvolle Sammlung von Liedern aus aller Welt, online intelligent präsentiert mit Text (auch vorgesprochen für die richtige Aussprachen), Noten, Vorsingen, Begleitmusik zum Mitsingen etc.

Die jüngste "Abteilung" sind die "Wiegenlieder aus aller Welt", eine Vielfalt an traditionellen Schlafliedern aus verschiedenen Ländern, illustriert mit Fotografien international renommierter Künstler. Die Lieder nehmen den
Betrachter mit auf eine musikalische Weltreise, u.a. nach Neuseeland, Indien, Südafrika, in den Libanon, die Türkei oder in die Schweiz.

08. Oktober 2013

Finnland liegt ganz vorn bei PISA und ganz hinten (in Westeuropa) bei der institutionellen Kleinkind-Betreuung. Nanu!?

PISA hat Deutschland geschockt und gerockt! Vernichtendes Urteil: Mittelmaß! In diesen Tagen überschlagen sich die Medien (Beispiel Der Spiegel) bei der Berichterstattung über das "Erwachsenen-PISA" (PIAAC) - Wieder landet Deutschland im Mittelfeld! Und wieder hängt "Bildung" von der sozialen Herkunft ab.

Erwachsenen-PISA (PIAAC) - Finnland vornDer Mainstream-Reflex auf diese Probleme, im Wahlkampf in schönster Schlichtheit zu besichtigen: Frühkindliche Bildung in Kinderkrippen, je früher desto besser.

Wenn man einmal absieht von dem - höflich formuliert - eingeschränkten Bildungsbegriff der OECD und den umstrittenen Erhebungsmethoden und wenn man auch noch das "Erwachsenen-PISA" ernst nimmt, muss man notwendigerweise den Schluss ziehen: Die Krippe kann`s nicht richten! Die Daten sprechen dagegen, geben einen positiven Zusammenhang zwischen Krippenbetreuung und PISA/PIAAC-Leistungen nicht her, im Gegenteil!

02. Oktober 2013

"Mütter an die Arbeitsfront!" So hätte der Konsens zusammengefasst werden können, den die Wirtschaftsforschungsinstitute heute als Ergebnis aus den Auftragsstudien zur Bewertung der familienbezogenen Leistungen in Deutschland gemeinsam in Berlin vortrugen.

Seit einem halben Jahr liegen die meisten der Studien vor und wurden heftig dikutiert - allerdings kaum im Wahlkampf. In der geballten Präsentation aber beeindruckt noch mehr als in den Einzelstudien die tunnelartige Ausrichtung auf wirtschaftliche Interessen. "Kindeswohl" ist Anathema.

08. September 2013

Birgitta vom LehnWie wirkt sich der neue Kita-Rechtsanspruch für Ein- und Zweijährige auf die Entwicklung der Kinder, auf die Erwerbstätigkeit von Müttern und die Geburtenrate aus?

Im "Krippen-Sprint" haben emprische Studien - im Auftrag der Bundesregierung - eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. Familienministerium und Medien haben sich Seit`an Seit` die Wunschergebnisse aus der Daten- und Methodenfülle herausgepickt und wurden dabei von den beauftragten Instituten durch vereinfachende Zusammenfasungen nach Kräften unterstützt.

Abgesehen davon, dass die Ergebnisse solcher Studien natürlich immer davon abhängen, wer, was, mit welchem Interesse, wie fragt und daher welche Daten auswählt und mit welchen Methoden analysiert werden, können auch die Ergebnisse selbst sehr unterschiedlich "gelesen" werden.

Die Journalistin Birgitta vom Lehn demonstriert diesen Effekt an zwei aktuellen Auftragsforschungen (eines noch unveröffenlticht):

Dem Schicksal ausgeliefert

03. September 2013

Nicht nur die Hölländer, sondern auch die Briten erheben jedes Jahr eine Art "Zufriedenheits- oder Glücks-Index".

Nach der jüngsten Umfrage zum "Personal Well-Being 2012/2013" scheinen die Briten am zufriedensten und glücklichsten, wenn sie

  • verheiratet sind und in der Familie leben,
  • sich eine Auszeit nehmen für die Betreuung von Familie und Kindern,
  • oder aus diesem Grund, also freiwillig, Teilzeit arbeiten.
19. August 2013

Dr. Jürgen BorchertSozialstaat in der - selbst verschuldeten - Sackgasse.  Politische Scheindiskussionen um Umverteilung und Verteilungsgerechtigkeit. Der Sozialrichter am Hessischen Landessozialgerichts Dr. Jürgen Borchert, seit Jahren scharfer und prominenter Kritiker der bundesrepublikanischen Sozial- und Famileinpolitik, stellt mitten Im Wahlkampf sein neuestes Buch der Öffentlichkeit vor: "Sozialstaats-Dämmerung".

Im Interview skizziert er die "Highlights" seiner Kritik an der wachsenden gesellschaftlichen Ungleichheit:

Sozialstaats-Dämmerung

07. August 2013

Immer mehr Kinder vom Jugendamt in Obhut genommenTrotz sinkender Kinderzahl steigt seit Jahren die Zahl der Kinder und Jugendlichen, für die das Jugendamt die Verantwortung übernehmen muss - der offizielle, bürokratisch klingende Begriff dafür heisst: Inobhutnahme. Allein im vergangenen Jahr ist sind die Fälle von "Inobhutnahme" um fünf Prozent auf 40 200 gewachsen, seit 2007 um 43 Prozent. Das meldete jetzt das Statistische Bundesamt.

Häufigster Grund ist die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils. Eine Erklärung für dieses Phänomen wachsender elterlicher Unfähigkeit, für ihre Kinder zu sorgen, gibt das Statistische Bundesamt naturgemäß nicht. (s. auch Doppelbelastung: Mütter sind immer häufiger psychisch krank)

02. August 2013

Erzieherinnen haben zu wenig zeit für die KinderIn der medial angeheizten und politisch gewollten Hysterie des "Krippensprints" sind nicht nur die U3-Kinder und ihre Eltern die Opfer, sondern auch  - und selten erwähnt - die ErzieherInnen.

Wie dramatisch die Situation vielerorts ist, wird jetzt in einer repräsentativen Studie deutlich: "STEGE - Strukturqualität und ErzieherInnengesundheit in Kindertageseinrichtungen".  Die Projektleiterinnen, Prof. Susanne Viernickel und Prof. Anja Voss von der Alice Salomon Hochschule Berlin nennen die Ergebnisse der Studie "alarmierend".

Hier die vollständige Studie zum Download.

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