09. April 2013

Forsa-Umfrage zur FamilienpolitikWahljahr ist Umfragejahr. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa führte daher jetzt im Auftrag der Zeitschriften "Eltern" und "Eltern family" eine repräsentative Umfrage bei Eltern von Kindern unter 18 Jahren durch.

Wie stehen Eltern zur Familienpolitik der Regierung und der Parteien? Was wissen sie überhaupt darüber? Was erwarten sie und wie möchten sie gern ihre Elternrolle leben - wenn sie könnten?

Die Antworten der Eltern auf die Fragen der Meinungsforscher fielen oft widersprüchlich aus - und das hatte ebensoviel mit den verwirrenden politischen Konzepten und den dadurch verwirrten Eltern zu tun wie mit den Fragestellungen der Meinungsforscher.

24. März 2013

Elternliebe ist Prävention pur - im Regierungsentwurf zu einem "Präventionsgesetz" aber kommt die Familie und die Eltern-Kind-Bindung nicht einemal vor.Vor ein paar Tagen hat die Bundesregierung ein Präventionsgesetz (dazu die Eigeninterpretation der Regierung in ihrem Pressetext) auf den Weg gebracht - und die Finanzierung vorsorglich schon mal bei den Kassen abgeladen.  Auch wenn dieser x-te Versuch vermutlich ähnlich endet, wie seine Vorgänger, lohnt es trotzdem, sich damit auch hier kritisch auseinander zu setzen.
Prävention beginnt schon im Mutterleib. In den ersten Monaten und Jahren eines Kindes werden sämtliche Grundlagen gelegt für die physische wie psychische Gesundheit im Jugend- und Erwachsenen-Alter. Die alles beherrschende Bedingung für gesundes Aufwachsen eines Kindes und für die Entwicklung einer kreativen und sozial kompetenten Persönlichkeit ist die warme, verlässliche unverrückbare Liebe und Zuwendung vertrauer Bindungspersonen, zunächst vor allem die Mutter, als sichere Basis für die Entdeckung der Welt und die Selbstbehauptung in einer oft schwierigen Umwelt.

Nichts davon findet sich in dem Regierungsentwurf dieses "Präventionsgesetzes"!

18. März 2013

Deutschland soll grüner werden - mehr Ganztagsbetreuung für KleinkinderImmer stärker wird bei den vielen Kommissionen, Reports und Studien im Auftrag des Bundestags und der zuständigen Ministerien die Erhöhung der Frauen-Erwerbsquote vor allem in Vollzeit-Jobs als Königsweg zu Wachstum, Wohlstand und allgemeiner Zufriedenheit propagiert. Genauer gesagt also: die Umschichtung von der Familien- und Erziehungsarbeit in die Vollzeit-Erwerbstätigkeit.

So jetzt wieder von der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität

Dabei geht es nur noch um den rechten Weg zu diesem Ziel. Die gesellschaftlichen Folgen und alternative Modell für ein vor allem kinderfreundlicheres Wechselverhältnis von Familie und Beruf werden nicht einmal thematisiert.

12. März 2013

Mehr Zeit für das eigene KindDie deutsche Familienpolitik hat die Zeit mit den eigenen Kindern als Thema wiederentdeckt (s. 8. Familienbericht mit den Überlegungen zu einer "Familienzeitpolitik"). Heute wird dieses Thema wieder den "Familiengipfel" im Bundesfamilienministerium (BMfSFJ) beschäftigen.
Neue Arbeitszeit- und Karriere-Modelle werden dabei politik-entlastend in die Verantwortung der Unternehmen verschoben.

Vor allem Mütter sollen früher und länger (Vollzeit) arbeiten, gleichzeitig aber mehr Zeit mit Ihren Kindern verbringen, eine zunächst absurde Vorstellung, da "Zeit-pro-Tag" nicht beliebig vermehrbar ist. Der offensichtliche Widerspruch zwischen dem "Krippen-Sprint" und der "Zeit für Kinder" wird zum Ergänzungsmodell umgedeutet. Nach Bedarf können dabei Umfrage-Ergebnisse genutzt werden, nach denen Eltern dringend mehr Kita-Plätze und ebenso dringend mehr Zeit mit ihren Kindern verlangen (z.B. "Familien-Monitor 2013" oder der "Stressreport").

Tatsächlich aber sind die Zusammenhänge noch wesentlich komplizierter: 

06. März 2013

Entwicklung der Vermögensverteilung - Armuts- und Reichtumsbericht Der - von der FDP leicht kastrierte - Armutsbericht der Regierung ist verabschiedet. Gleichzeitig liegen Vergleichsdaten der EU vor.

Ergebnis: Von allen Bevölkerungsgruppe sind die Kinder am stärksten von - relativer - Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Darunter wiederum vor allem Kinder Alleinerziehender, Kinder in kinderreichen Familien und Migrantenkinder. Und daran hat sich auch nicht viel geändert in den vergangenen Jahren.

Darüber hinaus ist Armut "erblich": Kinder armer Eltern bleiben auch als Erwachsene überwiegend "arm", schaffen in der Mehrheit also nicht den Aufstieg aus der sozialen Schicht ihrer Eltern. Die Bildung der Eltern macht den größten Unterschied beim Armutsrisiko der Kinder.

Wenn Du arm bist, wirst Du eher - arm! Aber auch häufiger physisch und psychisch krank, arbeitslos, ungebildet ....

Armut und soziale Ausgrenzung im Kindesalter aber ist der Risikofaktor, der sich am konstantesten quer durch alle empirischen Untersuchungen zieht -  für mißlingende Persönlichkeitsentwicklung, Depressions- und Aggressionsneigung, Verhaltensstörungen, Empathieverlust und mangelnde Bindungsfähigkeit, oder die geringere Kraft zur Bewältigung von Hindernissen im Leben bis hin zu mangelnden Bildungs- und Aufstiegschancen. Kinderarmut erhöht zudem viele Gesundheitsrisiken bis ins Erwachsenenalter.

17. Februar 2013

Mutter-Vater-Kind-Stress

In den vergangenen 10 Jahren haben Abend- und Nachtarbeit um 46
Prozent, die Wochenend-Arbeit um 12 Prozent, die Schichtarbeit um 24 Prozent zugenommen. So jetzt die Bunderregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag. In gleichem Umfang bewegt sich die Zunahme der "atypischen" und "prekären" Arbeitsverhältnisse.

Gleichzeitig haben sich psychische Erkrankungen, Depression und "Burn Out Syndrom", zu den häufgsten Gründen für Fehlzeiten am Arbeitsplatz und für Frühverrentung entwickelt (dazu die Daten in der Antwort der Bundesregierung sowie Studien der AOK und der Gewerkschaften).

Besonders kritisch aber die Folgen für die Kinder und damit für die Zukunft der Gesellschaft:
Der wachsende Anteil schon der Kleinstkinder in Fremdbetreuung und wichtiger noch, die immer längeren und unregelmäßigen Betreuungszeiten bis hin zur steigenden Nachfrage nach 24-Stunden-Kitas.

28. Januar 2013

Stress hat in dne vergangenen zwei Jahren deutlich zugenommenDer Stress am Arbeitsplatz hat zugenommen in den vergangenen zwei Jahren. Das zumindest empfinden 43 Prozent aller Beschäftigten nach dem neuen "Stress-Report" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Vor allem die in Teilzeit arbeitenden Frauen berichten von mehr Stress-Steigerung als die Männer.

Stressfaktoren - Frauen stärker betroffen als MännerMehr als die Hälfte der Befragten fühlen sich direkt betroffen von den sechs wichtigsten Stress-Faktoren - Frauen mehr als Männer.

Bei der Frage: "Wie häufig gelingt es Ihnen bei der Arbeitszeitplanung auf Ihre familiären und privaten Interessen Rücksicht zu nehmen", sagen 41 Prozent der Befragten "selten" oder "nie". Überraschend dabei: Männer haben offensichtlich größere Probleme mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Frauen. Das mag damit zu tun haben, dass Teilzeitarbeit in Deutschland eine "Frauendomäne": 46 Prozent der beschäftigten Frauen, aber nur sechs Prozent der Männer arbeiten in Teilzeit.

17. Dezember 2012

Ist die Liebe zum Kinde tatsächlich das Problem? Was ist dann die Lösung?Weihnachtszeit - Studienzeit. Eine Flut neuer Studien zur sozialen Lage in Deutschland und ihre Folgen für die Bereitschaft, Kinder in diese Welt zu setzen:
Die niedrige und noch immer sinkende Geburtenrate in Deutschland hat schon in der Vergangenheit Anlass zu etlichen Erklärungsversuchen gegeben. In diesen Tagen wird eine neue Variante von sämtlichen Medien dankbar - weil medienwirksam - kolportiert.

Angeblich, so die BiB-Studie "(Keine) Lust auf Kinder", trauten sich die deutschen Frauen nicht mehr, Kinder zu bekommen, weil sie - besonders in Westdeutschland - überholten Rollenbildern anhingen und dadurch total verunsichert würden. Sie sähen sich angeblich als "Rabenmütter" (oder glauben, von anderen so bewertet zu werden), wenn sie ihr Kind in fremde Hände gäben. Da ließen sie es lieber ganz bleiben. Vor allem die Kinderlosigkeit von hochqualifizierten Frauen sei so zu erklären.

Danach sind also gerade die Wertvorstellungen einer geglückten Elternschaft - Voraussetzung für eine glückliche Kindheit - die Haupt-Hindernisse für`s Kinderkriegen!?

Werte gegen Umstände - wer muss nachgeben?

Die Lösung des Problems wird offensichtlich in der Entwertung dieser Werte in den Köpfen vor allem der Frauen gesucht. Die sozialpolitische Aufgabe ist demnach nicht die Anpassung der sozialen Lebenslagen an die Wertvorstellungen der Eltern, sondern umgekehrt die Anpassungen der Werte an die sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten. Der "Krippen-Sprint" liefert dafür denn auch ein passendes Beispiel:
Nicht die Verhältnisse sind falsch, sondern die Köpfe!?

03. Dezember 2012

Betreuungsquote regional für Kinder unter drei JahrenÜber die allgemeinen statistischen Trends 2012 bei der Fremd-Betreuung von Kindern unter drei Jahren hatten wir bereits früher berichtet.

Dass diese Entwicklung in den verschiedenen Regionen Deutschlands unterschiedlich verläuft und die Betreuungsquoten zum Teil extrem voneinander abweichen, das betont jetzt die aktuelle Pressemitteilung das Statistischen Bundesamt in einer aktuellen Pressemitteilung

29. November 2012

Kinderrechte ins Grundgesetz* Den Forderungen zum "Tag der Kinderrechte" lassen die Grünen einen politischen Doppelschlag folgen:

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat einen Gesetzentwurf „zur Änderung des Grundgesetzes“ in den Bundestag eingebracht und fordert darin die Ergänzung des Artikels 6 des Grundgesetzes durch den Satz:
Jedes Kind hat das Recht auf Förderung seiner Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit sowie auf den Schutz vor Gefährdungen für sein Wohl. Bei allem staatlichen Handeln ist das Wohl des Kindes besonders zu berücksichtigen. Sein Wille ist entsprechend seinem Alter und seinem Reifegrad in allen es betreffenden Angelegenheiten zu beachten.“

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