Welche Kriterien für eine gute Kita sollten wir beachten?

Hier liegt leider häufig der Hase im Pfeffer. Es gibt eine Reihe von Qualitäts-Anforderungskataloge verschiedener pädagogische, medizinischer und psychologische/psychiatrischer Organisationen und der Gesetzgeber selbst hat an verschiedenen Stellen die Ziele und Qualitätsmaßstäbe formuliert (s. Verweise unten), aber die große Mehrheit der vorhandenen Kitas kann diesen Qualitätsmaßstäben bisher nicht gerecht werden.

Damit steigt die Gefahr, dass Ihr Kind auch bei gleitender Eingewöhnung in den Kita-Alltag Schaden nimmt. Bindung an einen oder wenige vertraute Menschen in vertrauter Umgebung ist für das Kind eine Überlebensnotwendigkeit. Nur wenn eine Kita diese Grundvoraussetzung gewährleisten kann, sollten Sie ihre Tochter den dort angestellten fachkundigen BetreuerInnen anvertrauen.

Die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) hat einen solchen Mindestkatalog formuliert. Daraus die wichtigsten Punkte. Erläuterungen und Einzelheiten in der Kurzfassung des Dokuments:

  • Das Verhältnis von betreuten Kindern zu BetreuerInnen sollte für Kinder von 12 bis 24 Monaten sein:
    1 Betreuerin für maximal 3 Kinder. „Bei Personalausfall werden nur Erzieher zur Vertretung herangezogen, die den Kindern bekannt sind.
  • Die Räumlichkeiten sollten einen Platzbedarf von 6 m² pro Kleinkind berücksichtigen.
  • In der Krippe muss eine adäquate Säuglings- und Kleinkindergrundpflege gewährleistet sein. Die BetreuerInnen müssen „mit den Standards der Kleinkindernährung und den medizinischen Grundleistungen, die das Versorgungssystem für Säuglinge und Kleinkinder vorhält, vertraut sein“.
  • Es muss gewährleistet sein, dass eine stabile, feinfühlige Bindungen an eine vertraute Bindungsperson über die gesamte Betreuungszeit möglich ist. Voraussetzung: „Aufbau von Sekundärbindung sollte grundsätzlich erst nach Etablierung einer sicheren Primärbindung erfolgen“. Heisst: Die Bindung an Mutter und/oder Vater ist fest und verlässlich etabliert.
    Erzieher müssen in der Lage sein, ein Rollenverständnis als Sekundärbindungsperson zu entwickeln, um die Entstehung konkurrierender Bindungen zu vermeiden.
  • Die Trennung von der/den vertrauten Bindungspersonen (Mutter, Vater) verursacht in jedem Fall beim Kleinkind einen Dauerstress. Wenn dieser Stress nicht durch verlässliche „Sekundärbindung“ an eine Betreuungsperson abgefedert wird, kommt es zu dauerhaften psychischen und Verhaltens-Störungen. Das Kita-Personal sollte darin geschult sein, diese Stresssymptome beim Kleinkind richtig zu deuten und entsprechend zu reagieren.
  • Das Kitapersonal sollte im Umgang auch mit Kindern aus problematischen Betreuungsverhältnissen geschult sein.
  • Die Eltern werden soweit wie möglich in den Kita-Alltag einbezogen.
    „Krippen sollten als Eltern-Kind-Zentren ausgerichtet sein und bereits in der Konzeption ein starkes Augenmerk auf die Kooperation mit den Eltern richten.
    Zwischen Eltern und Erziehern wird eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft aufgebaut, die auf Vertrauen und Transparenz fußt. Eltern werden als Experten für ihr Kind und seine Entwicklung wahrgenommen und behandelt.“

Quelle: Mindestkatalog der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ)


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