Wie sollten Eltern mit den Wutanfällen kleiner Kinder umgehen, damit die Beziehung keinen Schaden nimmt?

Wenn das ca. zweijährige Kind sich selbst erkennt und „ich“ zu sich selbst sagt, beginnt die Phase der starken Ichbezogenheit, die je nach Temperament des Kindes zu häufigen Wutanfällen führen kann. Dies geschieht immer dann, wenn das Kind an etwas gehindert wird, etwas nicht bekommt oder etwas Ungeliebtes machen soll.

In seiner ichbezogenen Denkweise kann es noch kein Verständnis für die Notwendigkeit solcher Anforderungen aufbringen, so dass es wütend werden muss. Das ist kein Drama, denn der Wutanfall ist notwendig aus zweierlei Gründen: Zum einen lernt das Kind darüber, was geht und was nicht geht, bevor es die Regeln versteht. Zum anderen haben die Wutanfälle die Funktion, dem Kind bei der mentalen Ablösung von der Mutter zu helfen. Das ist der Beginn des Selbständig-Werdens.

Damit dies ohne Belastung der Eltern-Kind-Beziehung geschehen kann, ist das Verhalten der Eltern von Bedeutung: Während des Wutanfalls sollten die Eltern das Kind in Ruhe lassen und nicht auf es einreden. Wenn der Anfall vorbei ist, kommen die meisten Kinder zu den Eltern und wollen in irgendeiner Form wieder lieb sein. Dieses Angebot des Kindes zur Wiedergutmachung sollten die Eltern ohne Bedingungen (den Vorfall nicht thematisieren) annehmen. Nur dann ist das Kind in der Lage, über den Vorfall nachzudenken und daraus sozial zu lernen, auch wenn das längere Zeit dauern kann.

Bei Krippenkindern und ganztagsbetreute Kindern kann es verstärkt zu Wutanfällen kommen. Einerseits bemühen sich diese Kinder, in der Betreuung keine negativen Gefühle zu zeigen, was anstrengend ist und in Gegenwart der Eltern dann ein Ventil sucht. Andererseits werden die oben beschriebenen Ablösungsbestrebungen mittels Dickköpfigkeit in der Fremdbetreuung nicht gezeigt, da der entwicklungsfördernde Grund entfällt.

Erika Butzmann


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