Ist die Krippenbetreuung wichtig oder zumindest hilfreich für die Sprachentwicklung?

Das wird immer behauptet, hat aber keinen entwicklungs-psycho-logischen Hintergrund.

In der frühen Sprachentwicklung sind die Eltern die wichtigsten Personen, weil sie naturgemäß am besten auf die ersten sprachlichen Äußerungen des Kindes eingehen können, d.h. diese erwidern und spiegeln im Rahmen einer sicheren Bindungsbeziehung.

Damit ist das Baby hoch motiviert, Geräusche immer wieder nachzuahmen und neue auszuprobieren. Wenn die Mutter ihr Tun mit dem Baby und dem Kleinkind häufig mit Sprache begleitet, ist die Sprachanregung für das Kind optimal. Ebenso fördert das Sprechen mit dem Vater, den Geschwistern oder den Großeltern als wichtige Bezugspersonen die Sprachentwicklung.

Mit ca. 2 Jahren sind dann die erste Zwei-Wort-Sätze vorhanden und dann ‚explodiert‘ der Sprachschatz, weil gleichzeitig das Denken einen starken Entwicklungssprung macht. Das passiert auch ohne ständigen Kontakt zu Gleichaltrigen. Da Kinder mit 2 Jahren vorrangig nebeneinander her spielen (Parallelspiel) mit wenig Bezug aufeinander, gibt es kaum eine zusätzliche Sprachanregung. Die ist nur so lange vorhanden, wie die Kinder Spaß mit einander haben und nicht in Konflikt geraten. Konflikte kommen bei unter 3jährigen durch die ichbezogene Denkweise jedoch noch häufig vor.

Erst mit dem deutlichen Interesse und der beginnenden Fähigkeit, mit anderen Kindern über längere Zeit zu spielen, profitieren sie vom gemeinsamen Spiel auch sprachlich. Denn sie versuchen mit Sprache, das Spiel zu beeinflussen und verbessern dann im Kontakt mit Gleichaltrigen ihre Sprachfähigkeit erheblich. Das ist jedoch erst mit 3 Jahren der Fall.

Kinder aus schwierigen Elternhäusern, die durch unangemessenes Elternverhalten in ihrer Sprachentwicklung behindert werden, haben in der Krippe oder bei einer Tagesmutter durchaus die Chance auf sprachliche Förderung. Ebenso kommen bei entspannten Spielsituationen der älteren Krippenkinder (2 bis 3 Jahre) durchaus fördernde Sprachgelegenheit zustande. Wenn ein Kind sich jedoch nicht wohl fühlt und eher für sich allein spielt, kann die Sprache auch nicht geübt werden.

Erika Butzmann


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