Stress als Ursache (fast) allen Übels - auch von Kinderlosigkeit?

Stress als UrsacheSeit vielen Jahren häufen sich die wissenschaftlichen Hinweise, dass Dauerstress in früher Kindheit - durch Armut, Vernachlässigung, Missbrauch oder durch die Trennung von Bezugspersonen über viele Stunden des Tages - nicht nur zu magelnder Stress-Resistenz, zu Aggression oder Depression sondern auch zu physischen Erkrankungen etwa des Immun- oder des Herz-Kreislauf-Systems führen können.

Aber auch chronischer Stress im Jugend- und Erwachsenenalter hat ähnliche Folgen. Erst kürzlich hat die DAK Gesundheitsdaten veröffentlicht, die für Kinder und Jugendliche eine steil ansteigende Zahl von Einweisungen in stationäre psychiatrische Behandlung und für Erwachsene eine seit Jahren steigende Quote von Arbeitsausfalltagen aufgrund psychischer Erkrankungen nachweist, nicht zuletzt Folge von steigendem Druck in Schule, Elternhaus und Arbeitswelt.

Jetzt setzt eine soeben erschienene US-Studie noch "einen drauf": Bei Frauen mit Kinderwunsch verhindert permanenter Stress offensichtlich eine Schwangerschaft.

Forscher an der Ohio State University beobachteten 373 gesunde Frauen im Alter von 18 bis 40 Jahren, die versuchten, schwanger zu werden. Zwölf Monate lang sammelten die Forscher regelmäßig Speichelproben von den Teilnehmerinnen und analysierten den Cortisol- und den Alpha-Amylase-Spiegel, beides Stressmarker.

Ergebnis: Frauen, die ein hohes Niveau von Cortisol und Alpha-Amylase in ihrem Speichel aufwiesen, wurden deutlich seltener schwanger. Bei jedem Zyklus liegt bei deisen Frauen die Wahrscheinlichekit einer Schwangerschaft um 29 Prozent niedriger als bei Frauen mit geringen Konzentrationen der Stressmarker.

"Zum ersten Mal haben wir sogar gezeigt, dass dieser Effekt klinisch bedeutsam ist: Er erhöht das Risiko für eine Unfruchtbarkeit nach der medizinischen Definition um das Doppelte", so Prof. Courtney Denning-Johnson Lynch, die Leiterin des Forscherteams.

Für Frauen mit Kinderwunsch würde folglich der Abbau von Stress, Stressvermeidung, Entspannung etc. die Erfolgsaussichten beträchtlich erhöhen. Wie allerdings die für den Stress verantwortlichen Lebenssituationen jeweils verändert werden könnten, dazu schweigen die Autoinnen verständlicherweise..

Und natürlich gibt es neben dem Stress eine ganze Reihe von - vor allem gesundheitlichen - Ursachen von Kinderlosikgkeit.

Quelle: University of Ohio Pressemeldung

Studie: C.D. Lynch et al., Preconception stress increases the risk of infertility: results from a couple-based prospective cohort study—the LIFE study, Human Reproduction, März 2014, vorab online veröffentlicht


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