14. März 2014

Stress als UrsacheSeit vielen Jahren häufen sich die wissenschaftlichen Hinweise, dass Dauerstress in früher Kindheit - durch Armut, Vernachlässigung, Missbrauch oder durch die Trennung von Bezugspersonen über viele Stunden des Tages - nicht nur zu magelnder Stress-Resistenz, zu Aggression oder Depression sondern auch zu physischen Erkrankungen etwa des Immun- oder des Herz-Kreislauf-Systems führen können.

Aber auch chronischer Stress im Jugend- und Erwachsenenalter hat ähnliche Folgen. Erst kürzlich hat die DAK Gesundheitsdaten veröffentlicht, die für Kinder und Jugendliche eine steil ansteigende Zahl von Einweisungen in stationäre psychiatrische Behandlung und für Erwachsene eine seit Jahren steigende Quote von Arbeitsausfalltagen aufgrund psychischer Erkrankungen nachweist, nicht zuletzt Folge von steigendem Druck in Schule, Elternhaus und Arbeitswelt.

Jetzt setzt eine soeben erschienene US-Studie noch "einen drauf": Bei Frauen mit Kinderwunsch verhindert permanenter Stress offensichtlich eine Schwangerschaft.

10. März 2014

Kinder richten ihr Verhalten nach dem, was sie in Gesichtern lesenSchon bald nach der Geburt lernen Kinder, Gesichter zu erkennen, vor allem natürlich das Gesicht der Mutter, und reagieren darauf. Wenig später - und sehr viel früher, als man noch vor wenigen Jahren annahm -  sind sie in der Lage den Gesichtsausdruck ihres Gegenübers zu deuten ("freundlich", "ärgerlich", "traurig" etc.) und daraus Schlüsse für ihr Verhalten zu ziehen.

Schon mit drei Jahren machen sich Kinder durch das "Studium" der Gesichter bereits ein Bild vom Charakter der Menschen, die ihnen begegnen. Ist dieser Mensch vertrauenswürdig oder nicht, sollte man sich auf ihn einlassen oder lieber ablehnend reagieren. Und die verschiedenen Kinder reagieren in gleicher Weise auf die Gesichter.

14. Februar 2014

Vernachlässigungen und Kindesmissbrauch in der WirtschaftkriseWirtschaftkrisen sind nicht nur für die Erwachsenen, sondern in besonderer Weise bedrohlich auch für die Kinder.

Kaum eine Forschung nach den Ursachen (früh-)kindlicher Fehlentwicklungen kommt aus ohne den Verweis auf den sozialen Status der Eltern, vor allem der Mütter. Armut, wachsende Ungleichheit und gesellschaftliche Ausgrenzung über einen längeren Zeitraum zeigen häufig ihre Wirkung in "internalisierendem" (Ängste, Depression, ) und "externalisierendem" (Aggression, mangelnde Selbststeuerungs- und Konzentrationsfähigkeit) Verhalten der Kinder aus diesen Milieus. Diese Kinder erfahren oft frühzeitig Vernachlässigung, Zurücksetzung und physische wie psychische Gewalt.

19. Januar 2014

Stillen macht Babys klüger bis ins JugendlichenalterÜber die Vorteile des Stillens für Babys zumindest im ersten Lebensjahr wird nach hunderten von positiven Forschungsergebnissen (bei "für Kinder" z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) kaum noch diskutiert. Oft allerdings wird nachgewiesen oder vermutet, dass sich die durch`s Stillen erworbenen Entwicklungsvorsprünge, vor allem bei den kognitiven Fähigkeiten, im Laufe der Kindheit durch entsprechende Umwelteinflüsse ausgleichen (können).

Ein aktuelle US-Studie kommt dagegen zu einem anderen Schluss: Nicht nur haben gestillte Kinder im ersten Lebensjahr einen Vorsprung bei den Gehirnleistungen, sondern dieser Vorsprung bleibt auch in späteren Jahren erhalten.

07. Januar 2014

Vor 30 Jahren waren die Kinder besser "in Schuss", körperlich fitter, als heute - gemessen an ihrem durchschnittlichen Ruhepuls. Der liegt heute um etwa zwei Schläge pro Minute höher als noch im Jahre 1980. Betroffen sind offensichtlich die Jungen weit stärker als die Mädchen. Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Alter steigt damit deutlich an.

Eine Studie des Instituts für Kindergesundheit am University College London verglich die Daten von 23.000 Kindern im Alter von 9 bis 11 Jahren in England über den Zeitraum von 1980 bis 2008. Die Leiterin der Forschungsgruppe, Prof. Dr. Leah Li :
"
Wenn ein Anstieg des Ruhepulses um 2 Schläge pro Minute bei Jungen bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt, könnte daraus ein Anstieg der Mortalität aufgrund koronarer Herzkrankheit um 4% bei den Männern resultieren. Zudem würde das Diabetes-Risiko bei über 65-Jährigen um 2% steigen“.

09. Dezember 2013

Zu viel Fernsehen lässt das Hirn wachsen, macht aber dümmerEines der am heftigsten debattierten Erziehungsthemen und Gegenstand zahlloser Beratungsbücher ist die Frage: Wieviel Fernsehen ist - wenn überhaupt - gut für mein Kind?

In der Vergangenheit waren etliche empirische Studien zu negativen Ergebnissen gekommen. Die Menge der Fernsehnutzung war verbunden mit Übergewicht, Lernschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsstörungen und aggresivem Verhalten (s. drei Beispiele unten).

Andererseits hatten andere Studie auch positive Lernergebnisse aus Experimenten mit TV und Video-Spielen gesehen.

Jetzt geht eine japanische Langzeit-Studie einen Schritt weiter und untersucht die Veränderungen in der Gehirnsturktur im Verhältnis zur TV-Nutzung - und zwar von der Kindheit bis in die späte Jugendzeit. Ergebnis: Eine Warnung an alle Eltern, die Zeit ihrer Kinder vor der Glotze weitgehend einzuschränken.

05. Dezember 2013

Überstimulierung blockiert das Gehirn - nicht nur bei MäusenVernachlässigte Kleinkinder, egal ob in Familie oder Krippe, können die riesigen Entwicklungs-Potentiale nicht ausschöpfen, die das frühkindliche Gehirn bietet. Ein "zu wenig" an anregender Umgebung und intensivem "Dialog" mit vertrauten Personen lässt das kindliche Gehirn "schrumpfen". Eine Tatsache, die inzwischen vor allem von gebildeten Eltern verstanden wird - aber eben auch gelegentlich missverstanden!

Denn: Immer mehr Anregungen, mehr "Förderung", ausufernde und durchgestylte Bildungsprogramme in Krippe und Kindergarten können genau den gleichen Effekt auf die kindliche Lernwelt ausüben wie die Vernachlässigung: Das überstrapazierte Gehirn des Kleinkinds erschöpft sich in "Verteidigungsstrategien" gegen die Überforderung und baut, wenn diese Überforderungen und Überreizungen anhalten, Lernpotentiale im Hirn dauerhaft ab. Aus produktivem, vorübergehenden Stress wird "toxischer", giftiger Stress mit dauerhafter Schädigung der Fähigkeit im Umgang mit Herausforderungen und Fehlschlägen.

01. Dezember 2013

Nachtarbeit, Schichtarbeit, prekäre Arbeitsverhältnisse wirken sich negativ aus auf frühkindliche Entwicklung.Die Politik feiert sich derzeit selbst mit Mogelpackungen und mogelt sich so aus der Verantwortung. Die nachgewiesenen negativen Folgen für die emotionale, kognitive und physische Gesundheit der Kinder und damit die Zukuknft der Gesellschaft werden nicht einmal in Betracht gezogen.

Ein Beispiel ist das deutsche "Jobwunder". Noch nie waren so viele Menschen in Deutschland erwerbstätig. Die Frage nach dem wie? und wieviel? scheint sich da zu erübrigen, ebenso wie die Frage nach den langfristigen gesellschaftlichen Konsequenzen und den politischen Gestaltungsaufgaben, die sich dabei stellen. Im vorliegenden Koalitionsvertrag zumindest kommt - von einigen Trippelschritten abgesehen - nichts dergleichen vor. Die Pauschalantwort auf alle Probleme ist der Ausbau der Ganztagsbetreuung für Kleinkinder. Mangel an sozialer Phantasie oder Kapitulation vor ökonomischen und budgetären "Sachzwängen"?

13. November 2013

Sport für Schwangere erweitert das Gehirn ihrer BabysWenn werdende Mütter in der Schwangerschaft gemäßigt Sport treiben, haben ihre Babys nach der Geburt einen Vorsprung bei der Gehirnentwicklung gegenüber Neugeborenen von unsportlichen Schwangeren. Das zumindest scheinen kanadische Forscher von der Universität von Montreal herausgefunden zu haben.

Ob und wie lange dieser Vorsprung anhält, ist noch Gegenstand künftiger Untersuchungen im Rahmen dieser Langzeitstudie.

05. November 2013

Fötus hört und merkt sich MusikKinder lernen schon im Mutterleib und können das Erlernte als Neugeborene auch nutzen. Wir wissen, dass Babys auf die Ansprache ihrer Mütter positiv reagieren, weil ihnen die Stimme vertraut ist - schon aus den letzten Monaten der Schwangerschaft.

Dass Babys aber schon in den Monaten vor der Geburt Kinderlieder "lernen" können, ist eine neue Erkenntnis. Finnische Forscher hatten 24 werdende Mütter zu einem Experiment eingeladen. Die eine Hälfte der Gruppe spielte den Ungeborenen in den letzten Schwangerschaftswochen fast täglich ein kleines Schlaflied vor: "Twinkle twinkle little star". Die Mütter in der anderen Gruppenhälfte taten nichts dergleichen.

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