04. September 2013

Gleiche Gene, gleiche Erziehung? Foto:  oksun70 / FotoliaKinder sind schon bei der Geburt etwas je Besonderes, Unverwechselbares. Aber in der Diskussion um "gelingende Kindheit", in den tausenden von Ratgeber-Büchern über Kindererziehung und selbst in der wissenschaftlichen Forschung geht es fast ausschließlich um die richtige, die angemessene Erziehung und den Einfluss elterlicher Erziehungsstile auf die Entwicklung der Kinder.

Tatsächlich aber wissen wir aus eigenem Erleben und aus den - wenigen - Studien dazu, dass die genetische "Grundausstattung", die Vorprägungen, die die Kinder bei der Geburt mitbringen, ihrerseits die Handlungen, Gefühle und Reaktionen der Eltern entscheidend beeinflussen. Die Kinder prägen also den Erziehungsstil der Eltern mit, der sie wiederum prägt. Erziehung ist keine Einbahnstraße!

26. August 2013

Probiotische Bakterien: Vom Darm der Mutter über die Muttermilch in den Darm des NeugeborenenDer menschliche Darm ist mit Milliarden von nützlichen Bakterien besiedelt, ohne die Verdauung garnicht möglich wäre. Das ist bekannt. Dass viele dieser "probiotischen" Bakterien von der Mutter über die Muttermilch an das Baby weitergegeben werden, ist eine neuere Entdeckung. Dass aber sogar die Darmbakterien vom Darm der Mutter per Muttermilch in den Darm des Neugeborenen wandern und dort die Verdauung "organisieren", ist  erst jetzt von einer Forschergruppe an der Universität (ETH) Zürich nachgewiesen worden.

23. August 2013

Wenn Väter nicht genügend Zeit für Ihre Söhne habenDie Bedeutung der Väter - ihre Anwesenheit und intensive Zuwendung - für die Entwicklung ihrer Kinder, vor allem der Söhne, ist erst in jüngerer Zeit wirklich ins Bewusstsein der Bevölkerung gedrungen und hat, wenn auch noch in Grenzen, die Generation der "Neuen Väter" geprägt. Die gegenläufige Tendenz der Intensität und Dauer der täglichen Berufsarbeit fern der Familie konterkariert oft genug den guten Willen und die Wünsche der Väter für mehr Zeit mit ihren Kindern.

Die fatalen Folgen unverhältnismäßig langer Abwesenheit der Väter durch die Erwerbsarbeit wir einmal mehr in einer soeben erschienen Langzeitstudie deutscher und austarlischer Forscher belegt.

22. August 2013

Stillen ist ein natürlicher WegFür die frühkindliche Entwicklung ist der Aufbau einer sicheren Bindung von zentraler Bedeutung. Hierbei spielen ein feinfühliger Erziehungsstil und eine innige Eltern-Kind-Bindung eine elementare Rolle. Welchen bindungsfördernden Stellenwert hat beim Aufbau einer guten Mutter-Kind-Bindung das Stillen eines Kindes? Und wie wirkt sich das Gestilltwerden auf die physische und psychische Gesundheit des Säuglings aus?

Quelle:
Anja Bier, Physiotherapeutin, Still- und Laktationsberaterin IBCLC in freier Praxis, Mitarbeiterin des Europäischen Instituts für Stillen und Laktation, Referentin des Netzwerks Junge Familie/Gesund ins Leben, Gabriele Nindl, Still- und Laktationsberaterin IBCLC, Pädagogin, Direktorin des Europäischen Instituts für Stillen und Laktation, Kramsach, Österreich und Dr. Gabriele Kussmann, Still- und Laktationsberaterin IBCLC, Gynäkologin, Stuttgart. in: "Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen", August 2013. Mit freundlicher Genehmigung des dgvt-Verlags Tübingen und des Europäischen Instituts für Stillen und Laktation.

Bindung und Stillen – Ein Thema für die Kinder- und Jugendtherapie?

20. August 2013

Mobbing-Opfer auch Folge von Erziehungsstil der ElternVernachlässigte, geschlagene aber auch überbehütete Kinder sind wesentlich häufiger Opfer von Mobbing und Aggressionen im Schulalter als Kinder von Eltern mit einfühlsamen aber konsequenten Erziehungsstilen. So eine umfassende Meta-Studie mit insgesamt 200.000 Teilnehmern an der Universität von Warwick, Großbritannien.

Der Studienleiter, Prof. Dieter Wolke:
"Mobbing hat dauerhafte Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter. Wir wissen heute, dass Mobbing-Opfer nicht nur an psychischen Problemen, Depressionen bis hin zum Selbstmord, sondern auch an physischen Folgekrankheiten leiden. Wir müssen dringend mehr über die Auslöser für Mobbing wissen, um den Opfern selbst und damit der Gesellschaft helfen zu können."
"Oft wird Mobbing als Problem der Schule mißverstanden. Aber unsere Studie macht deutlich, dass Eltern eine ganz wichtige Rolle dabei spielen."
  Wärme, Zuwendung, Gespräch und Unterstützung sei in der Erziehung von entscheidender Bedeutung.

08. August 2013

Fernsehen im Kleinkindalter bremst die intellektuelle wie physische Entwicklung im KindergartenalterWenn schon Zweijährige stundenlang vorm Fernseher hocken, sind die negativen Auswirkungen bereits im Kindergarten deutlich messbar.

Zum ersten Mal hat jetzt ein kanadisches Forscherteam den Fernsehkonsum einer großen Gruppe von knapp 2.000 Kleinkindern ab dem 29. Lebensmonat beobachtet und die Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung, die intellektuellen wie die motorischen Fähigkeiten in späteren Jahren, vor allem im Kindergarten, gemessen. Ergebnis: Mehr Zeit vor dem Fernseher in diesem Alter bremst später die Konzentrationsfähigkeit der Kindergarten- und Vorschulkinder, die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, das mathematischen Verständnis und andere Lernprozesse.

Aber mehr noch: Kleinkinder mit übermäßigem Fernsehkonsum sind im Kindergarten weniger physisch durchsetzungsfähig und häufiger Opfer von Angriffen in der Gruppe, Vorläufer späteren Mobbings.

07. August 2013

Mehr Zeit fürs Baby ist gut für die geistige Leistungsfähigkeit im AlterDer Druck vor allem auf die Mütter, nach der Geburt des Kindes möglichst rasch wieder in den Beruf zurückzukehren, wächst ständig. Karriereknick, Altersarmut, Verkümmerung geistiger Potentiale - die Liste der drohenden Konsequenzen bei längerer Auszeit vom Beruf ist lang. Als Patentlösung wird derzeit die Befreiung der Mütter von möglichst viel Kinderbetreuung durch die Ganztagsbetreuung der Kleinkinder und möglichst früher Rückkehr in den Beruf angeboten . 

Eines der häufig wiederholten Argumente dafür ist die angeblich gößere Zufriedenheit der Mütter durch die soziale Einbindung und die geistige Herausforderung im Beruf. Zufriedene, geistig rege und dadurch gesündere Mütter haben, nach dieser Ansicht, nicht nur glücklichere Kinder, sondern bleiben auch bis ins Alter geistig reger.

Stimmt nicht! So eine aktuelle Studie der Universität Luxemburg. Ein Ausstieg aus dem Beruf über einen längeren Zeitraum zur Betreuung der eigenen Kinder zahlt sich im Alter durch eine größere geistige Fitness aus.

24. Juli 2013

Zigarettenrauch und Passivrauchen schadet frühkindlichem Gehirn und füht zu aggressivem und antisolzialen VerhaltenBabys und Kleinkinder, die den Zigarettenrauch ihrer Eltern einatmen (Passivrauchen), sind als Schulkinder häufiger verhaltensgestört.

Forscher an der Universität von Montreal verglichen die Daten von mehr als 2.000  10jährigen Schulkindern, die als Babys und Kleinkinder  in einer Umgebung von Rauchern gelebt hatten, mit den Kindern von Nichtrauchern. Nach den Äußerungen der Eltern und Lehrer zeigten die "frühkindlichen Passivraucher" in der vierten Schulklasse ein deutlich aggressiveres und antisoziales Verhalten in der Gruppe als die Nichtraucher-Kinder.

16. Juli 2013

Mehr Zeit für Familie und Kinder durch flexible Arbeitszeiten?Auf der Suche nach der Zauberformel für die optimale (für wen?) "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" und die ersehnte "Work-Life-Balance" rückt in der öffentlichen Diskussion und vor allem in der wissenschaftlichen Politikberatung ein Konzept immer stärker in den Vordergrund: Flexibilität der Arbeitszeit - und, gelegentlich, des Arbeitsorts.

Die Vermutung dahinter: Je mehr ein Beschäftigter flexibel über seine Arbeitszeit verfügen kann, desto größer die Chance, dass er in der Lage ist, Dinge neben der Arbeit zu tun, die ihm wichtig sind und für die er sich Zeit nehmen möchte.
Erwartetes Ergebnis: Mehr Arbeitszufriedenheit und glücklichere Familien, weil die Eltern sich mit ihrer Arbeitszeit stärker nach den Bedürfnissen der Kinder richten und so auch mehr Zeit mit ihen verbringen können.

"Stimmt nicht!", sagt eine amerikanische Studie, die die Einführung eines flexiblen Arbeitszeitmodells in einer großen Firma im Bundesstaat Minnesota wissenschaftlich begleitet hat.

12. Juli 2013

Wirkung von Familienhebammen im Rahmen der "Frühen Hilfen"Der Einsatz von Familienhebammen während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes im Rahmen des Programms "Keiner fällt durch`s Netz" der "Frühen Hilfen" hilft Eltern in schwierigen Lebenssituationen eine tragfähige Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen.

Das konnten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg mit einer Studie belegen, an der 302 Mutter-Kind-Paare teilnahmen, die alle als psychosozial belastet eingestuft wurden.

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