02. Juli 2013

Rauchen schädigt die Gene auch der nächsten GenerationSchon in der Bibel (2. Mose 20, 5) heisst es, die "Sünden der Väter" würden gerächt "an den Kindern, bis ins dritte und vierte Glied...". Ähnlich sieht das offensichtlich auch die moderne Epigenetik. Zwei aktuelle Studien verfolgen genetisch die "Sünden" der Großväter (Chan/Boliver) und Väter (Laubenthal et al.) über die Generationen hinweg.

26. Juni 2013

Oxytocin macht unempfindliche gegen Gefahrensignale und erhöht die Zuwendung zu den wichtigen aufgabenOxytocin ist das Hormon für die positiven Gefühle: Nähe, Zuneigung, Zusammengehörigkeit. Dher der Beiname "Kuschelhormon".Bei Frauen verstärkt sich die Oyxtocin-Ausschüttung während der Schwangerschaft, entscheidend aber während der Geburt. Bei Männern zeigt sich, in bescheidenerem Umfang, der gleiche Effekt bei und nach der Geburt ihres Kindes - es sei denn sie halten sich innerlich oder physisch auf Distanz.

Diese Wirkung des "Kuschelhormons" ist zwar seit langem bekannt, aber wie genau das Hormon die Wahrnehmung beeinflusst und damit das Verhalten im sozialen Umfeld blieb bisher weitgehend unerforscht. Jetzt ist eine Gruppe von Neurobiologen an der Duke University in Durham, USA,der Sache nachgegangen - in Experimenten mit Rhesus-Affen.

Erstaunliches Ergebnis: Oxytocin macht die Affen - und ähnlich vermutlich auch die Menschen - unempfindlicher gegen Warnsignale vor Gefahren oder negativen Ereignissen. Gleichzeitig stärkt das Hormon die Konzentration auf die Aufgaben in der Gruppe und die Zuwendung zu einzelnen Mitgliedern.

25. Juni 2013

Stillen fördert die neurobiologische Entwicklung des Gehirns und erhöht KarrierechancenDie Liste der Vorteile des Stillens ist lang - und wird immer länger. Der neueste Posten auf dieser Liste ist zunächst einmal eher Anlass für Skepsis: das nun nicht auch noch! Kinder, die gestillt wurden, haben eine um 25 Prozent größere Chance, im späteren Leben sozial aufzusteigen, als ungestillte Kinder. Sozialer Abstieg kommt entsprechend seltener vor.

13. Juni 2013

Spermien verändern sich unter StressSpuren, die durch Lebenssituationen, Erlebtes und Erfahrenes im Körper eines Menschen eingeprägt werden, verändern auch seine Gene, die Erbinformationen, und können daher auch an die folgende(n) Generation(en) weitergegeben werden. Mit diesen Fragen beschäftigt sich der noch junge Wissenschaftszweig der Epigenetik.

 Wissenschaftler an der Perelman School of Medicine der University of Pennsylvania machten jetzt eine besonders eindrucksvolle epigenetische Entdeckung, die sich so zusammenfassen lässt:
"Spermien vergessen nichts!"

Bisher standen immer die Situation, die Belastungen und mögliches Fehlverhalten der Mütter vor allem vor und während der Schwangerschaft und die "Vererbung" der gesundheitlichen Folgen im Mittelpunkt der Forschung.

12. Juni 2013

Stillen gesunder als FormelnahrungInzwischen gibt es ein Fülle von Studien, die Vorteile des Stillens belegen und auf  das größere Risiko von gesundheitlichen Nachteilen, vor allem bei der Verdauung und generell beim Stoffwechsel (Metabolismus)  mit langfristigen Folgen, der Flaschen-Ernährung mit Säuglingsfertigmilch hinweisen. Die Frage nach den Gründen für diesen Unterschied zwischen den Wirkungen von Muttermilch und Flaschennahrung blieb dabei bisher zumeist unbeantwortet.

Jetzt scheint eine Forschergruppe an der University of California das "missing link" gefunden zu haben:

06. Juni 2013

Mit Kernspintomographie aufgenommene Bilder zeigen die Gehirne von gestillten und nicht gestillten BabysGestillte Babys haben ein größeres Gehrin als Babys, die mit der Flasche gefüttert wurden und auch als Babys die sowohl gestillt wurden als auch andere Nahrung bekamen. So jedenfalls das Ergebnis einer Studie der renommierten Brown University. Auch in früheren Studien war dieser Zusammenhang bereits entdeckt worden, so überzeugend wie hier allerdings noch nicht.

Zum ersten Mal wurde hier ein "stiller", also "babyfreundlicher" Kernspintomograph für die Darstellung der Gehirne von Kindern bis zu einem Alter von vier Jahren genutzt.

(Zwei neuere Studien zum Thema s.u.)

04. Juni 2013

Zufriedener mit Kindern - Ausnahme: Armut und Frauen in VollbeschäftigungIn den laufenden "Vereinbarkeit-von-Beruf-und-Familie"-Kampagnen entsteht allzu oft der Eindruck, es gehe darum, vor allem die Mütter von der Kinderbetreuung zu entlasten, um Ihnen eine Selbstverwirklichung im Vollzeit-Job zu ermöglichen. Je weniger (Zeitaufwand für`s) Kind, desto befriedigender die Arbeits- und Lebenssituation.

Danach müssten Fauen ohne Kinder und Frauen mit Kindern in Vollzeitjobs mit ihrem Leben zufriedener sein, als Mütter in den unterschiedlichsten Lebenslagen.

Stimmt nicht! sagt eine neue Studie „Elternschaft und Lebenszufriedenheit in Deutschland“: Frauen und Männer mit Kindern sind mit ihrem Leben zufriedener als Kinderlose - mit zwei Ausnahmen:

  • Eltern mit Kindern in "prekären" sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen, hier vor allem Alleinerziehende, und
  • vollzeitbeschäftigte Frauen mit Kindern
21. Mai 2013

Individuelle Persönlichkeitsentwicklung trotz gleicher Voraussetzungen - Lernen, Entdecken im eigenen RhythmusWie kommt es, dass zwei Wesen mit gleichem Erbgut unter genau gleichen Bedingungen dennoch sehr unterschiedliche Persönlichkeiten entwickeln? Wie entsteht Individualität?

Dieser Frage sind deutsche Forscher vom Max-Planck-Institut und den Universitäten Dresden, Berlin, Münster und Saarbrücken nachgegangen - zunächst einmal am "Mausmodell": Genetisch gleiche neugeborene Mäuse wurden in die gleiche Umgebung mit vielen anregenden Gegenständen gesetzt, die es zu erkunden galt. Dabei wurden mit Hilfe von Mikrochips die Bewegungen der Mäuse nachverfolgt, gleichzeitig die Bildung neuer Gehinrzellen und ihre "Verschaltung" ebenso gemessen, wie das Verhalten der Mäuse in verschiedenen Situationen.

Es stellte sich heraus, dass trotz exakt gleicher Voraussetzungen und Bedingungen jede der Mäuse sich anders entwickelte, mehr oder weniger Gehrinzellen bildete - je nach "Lerneifer" und neugieriger Beschäftigung mit den Dingen der Umgebung. Das Gehirn wuchs an seinen Aufgaben. Jede Maus entwickelte mit jeder neuen Erfahrung ihre ganz individuellen "Charakter-Eigenschaften" und Verhaltensweisen.

16. Mai 2013

ADHSADHS tritt deutlich seltener auf bei Kindern, die im ersten Halbjahr ihres Lebens oder darüber hinaus gestillt wurden.

Ein israelisches Forscherteam hatte Jungen im Alter von sechs bis 12 Jahren, bei denen ADHS diagnostiziert worden war, nach der Ernährungsart als Babys untersucht und mit einer gleich großen Gruppe ohne ADHS verglichen. Die Forscher schlossen alle bekannten anderen Risiken für ADHS aus. Das Ergebnis war eindeutig.

09. Mai 2013

Nahrungsmittel als "gesund für Kinder" von der Lebensmittelindustrie beworben sind ungesundSeit Jahren kämpfen Verbraucherorganisationen (z.B. Stellungnahme der Verbraucherzentrale Bundesverband), Kinderschutzverbände, Initiativgruppen (Beispiel)  und verantwortungsbewusste Politiker gegen die milliardenschwere Werbung der Nahrungsmittelindustrie für angeblich gesundheitsfördernde, in Wirklichkeit dick und krank machende, bestenfalls wirkungslose Kindernahrung. Mit sehr mäßigem Erfolg!

Auch die zunehmende Kritik in der "veröffentlichten Meinung" hat daran wenig geändert. Beispiele: Das gründlich recherchierte, ausführliche Dossier "Süße Geschäfte" in der ZEIT von heute, dieser Spiegel Beitrag unter Bezug auf Foodwatch oder dieser frühere ZEIT-Artikel (insbesonder Teil 3).

Immer wieder erscheinen auch Studien, die negative Auswirkungen der heftig beworbenen Kindernahrung auf die kindliche Gesundheit nachweisen. So jetzt eine aktuelle Studie mit dem Ergebnis:
Die als "Gesundheitsnahrung für Kinder" aggressiv beworbenen Lebensmittel sind in Wirklichkeit weniger gesund als die so nicht beworbenen Lebensmittel.

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