Die Politik drückt sich um ein entscheidendes Präventionsproblem

Dr. Dorothea Böhm - Kritik am Regierungsentwurf für ein PräventionsgesetzPrävention ist unumstritten positiv zu werten, denn wenn sie effektiv ist, bewahrt sie vor individuellem Leid und spart erhebliche Kosten.

Beim jüngsten Gesetzentwurf zur Förderung der Prävention fällt jedoch bei §20 Abs. 6 auf, dass in Bezug auf Effektivität von Prävention grob fahrlässig gehandelt wird, indem unter dem Begriff der Lebenswelten von Kindern alle möglichen Institutionen nicht jedoch die Familie Erwähnung findet.
Bemerkenswert!

Die wichtigste Lebenswelt der Kinder schlicht vergessen

Für die Familie, als die mit Abstand wichtigste Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, ist Förderung der Prävention offensichtlich nicht vorgesehen. Das ist rundheraus paradox, muss also einen anderweitigen Grund haben, der noch wichtiger ist als effektive Prävention.

Würde man im Bereich der Familie Gesunderhaltung anstreben wollen, müsste man unweigerlich auf den fälligen Familienleistungsausgleich zu sprechen kommen, weil Elternarmut ein gravierendes Gesundheitsrisiko für Kinder darstellt. Die Beseitigung familiärer Armut als Präventivmaßnahme anzuerkennen, würde voraussetzen, dass Eltern gegenüber Kinderlosen nicht länger in verfassungswidriger Weise finanziell benachteiligt werden.

Hier droht den Politikern im Wahljahr 2013 ein solches Ungemach, dass sie auch unter Inkaufnahme des Präventionsverzichts Eltern lieber weiter ausbeuten und dies unter den Teppich kehren. Denn während Eltern eine schrumpfende Wählergruppe darstellen, nimmt die Zahl der Wahl-Kinderlosen zu, also packt man die längst fällige finanzielle Umverteilung lieber doch nicht an, und sei sie auch noch so gerecht und gesundheitlich präventiv wirksam.

Das Thema "Finanzgerechtigkeit für Familien" ist den Parteien zu heiß

Dass die im Bundestag vertretenen Parteien um das Thema Finanzgerechtigkeit für Familien einen Bogen machen, konnte man nicht zuletzt daran sehen, dass zu der Fachtagung Beitragsgerechtigkeit für Familien des Sozialrichters Jürgen Borchert am 22. März 2013 in Mannheim die eingeladenen CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke mit Abwesenheit glänzten.

Bleibt zu hoffen, dass Mütter und Väter, die private Mittel für uns alle einsetzen und mit immensem Zeit-, Geld- und Energieaufwand ihre Kinder versorgen und erziehen, energischer für einen wirksamen Familienleistungsausgleich eintreten, indem sie z.B. ein Kindergrundeinkommen fordern bzw. andere Parteien wählen, solche, die im Gegensatz zu den oben genannten für familiäre Belange und damit auch für die Förderung von Prävention im Lebensumfeld Familie eintreten.

Dr. Dorothea Böhm (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


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