30. Oktober 2012

Grössere Kita-Gruppen "ausgemachter Blödsinn" - Die WeltEs grenzt an Verzweiflung, wenn Vertreter der Kommunen und ihr Verband, der Städte- und Gemeindebund, zur Lösung der "Krippen-Krise" eine Vergrößerung der Krippen-Gruppen fordern - wenn auch nur für eine Übergangszeit.

"Ausgemachter Blödsinn", so die Antwort der ErzieherInnen vor Ort.

"Natürlich kann man mehr Kinder in die Kita-Räume pferchen und zwängen, von Kindeswohl und pädagogischer Qualität kann man dann aber nicht mehr sprechen", sagte Pressesprecher des deutschen Bundeserzieherverbands, Axel R. Langner.

Erzieher wollen keine größere Kita-Gruppen

25. Oktober 2012

Kinder in Kita von Erzieherin gequältEine Mitarbeiterin des katholischen Kindergartens St. Elisabeth in Herne soll ihre Schützlinge körperlich und psychisch misshandelt haben.
Die 29-jährige Erzieherin soll Mädchen und Jungen der "Pinguin"-Gruppe gefesselt und eingesperrt haben. Außerdem sollen viele gezwungen worden sein, ihr Essen aufzuessen. (BILD berichtet gar davon, dass Kinder ihr Erbrochenes essen mussten.)

Die Erzieherin wurde vom Dienst entbunden, die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach neuen Medienberichten sind diese Quälereien schon seit Jahren vorgekommen.

Quälereien im Kindergarten?

20. Oktober 2012

Deutsche Liga für das KindIn einer Presseerklärung der "Deutschen Liga für das Kind" wird auf die steigende Zahl "schwieriger Kinder" hingewiesen und der wachsende "familiären Druck zu funktionieren und sich an Lebensbedingungen anzupassen, die nicht immer kindgerecht sind" für diese Situation verantwortlich gemacht.

Als Konsequenz fordert die Liga einheitliche, verbindliche Qualitätsstandards für Krippe und Kita. Dieser eingeschränkte Blick auf die institutionelle Betreuung vor allem von Kleinkindern begrenzt die - im übrigen sicher richtigen und notwendigen - Forderungen auf einen Mainstream-freundlichen Bereich, die Fremdbetreuung. Diese Betreuungsform selbst wird nicht problematisiert.

Newsletter der "Deutschen Liga für das Kind"

20. Oktober 2012

Norbert Blüm zur Vereinbarkeit von Familie und BerufEbenso polemisch wie sachlich - ein nur scheinbarer Widerspruch  - nimmt der CDU-Politiker und ehemalige Arbeits- und Sozialminister, Norbert Blüm, den Trend um die "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" und um die Verstaatlichung der Ehe, der Elternarbeit und schließlich der Kindheit auseinander - konkret, genau, immer am Alltag der Betroffenen entlang:

Norbert Blüm"Die siebenfache Mutter mit Kinderfrau und Reitlehrer eignet sich jedoch nicht zur Ikone, vor der die gerade zur Pflegerin umgeschulte ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin mit Ehemann im Niedriglohnsektor und drei Kindern im Grundschulalter niederknien soll,"

"Vereinbarkeit von Familie und Beruf funktioniert nur in einer von Niedriglöhnen und Burn-outs befreiten Berufswelt."

18. Oktober 2012

Mehr Rente für Eltern und Rentekürzung für KinderloseUnser Rentensystem wirkt systematisch gegen Familein mit Kindern, so die Meinung des Gastautors, Kostas Petropulos, im heutigen Tagesspiegel.

"Der Mangel an Kindern ist die zentrale Ursache für die Nöte der Alterssicherung. Dank ihrer Fehlkonstruktion bringt sie diesen Mangel selbst hervor. Nach der Systemlogik verzichtet man nämlich am besten auf eigenen Nachwuchs. Wer sich die „Investition“ in Kinder erspart, kann durchgängig erwerbstätig bleiben, vermeidet Ausgaben und erwirbt damit die höchsten Rentenansprüche."

"Die logische, kostenneutrale Konsequenz daraus: Mehr Renten für Eltern und Rentenkürzung für Kinderlose. Dann würden die bestehenden Kinderwünsche vieler junger Paare nicht nur mit persönlichem Glück, sondern auch mehr materieller Sicherheit im Alter belohnt – und das Rentensystem hätte wieder die Grundlage, um langfristig ein auskömmliches Niveau für alle zu bieten."

Rettet das Rentensystem

10. Oktober 2012

Sichere Bindung in den ersten LebensjahrenWie gut Menschen in der Welt zurechtkommen, hängt vor allem ab von den Bindungserfahrungen in den ersten drei Lebensjahren. Diese fundamentale Erkenntnis der Bindungswissenschaften in alltagspraktischer "Übersetzung" bietet das soeben erschienene Buch "Allererste Liebe" der Autorin Anne-Ev Ustorf. In der Spiegel Online Rezension wird allerdings bemängelt, dass die Eltern durch die Auflistung all der Fehler verunsichert würden, die sie beim Aufbau einer "sicheren Bindung" machen könnten, ohne dass klare Handlungsanweisungen zur Fehlervermeidung mitgeliefert würden.

Buch "Allererste Liebe": Es sind nicht die Gene

Vertieft wird das Thema in einem Interview mit der Autorin:
Kinder müssen lernen, mit Frust umzugehen

09. Oktober 2012

Stillen wird von "babyfreundlichen Kliniken" gefördertDas Bad Sodener Krankenhaus, eines von vier "babyfreundlichen Krankenhäusern" in Hessen, informiert die Mütter schon während der Schwangerschaft über die Bedeutung des Stillens und begleiten sie auch später etwa durch den Betrieb eines "Still-Cafés".

Stillen ist nicht nur gesund für die Babys, es senkt auch das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs der Frauen.

Aus dem Bauch an die Brust


Ähnlich in der Augsburger Allgemeinen:
Das Stillen erfährt eine Renaissance
 

08. Oktober 2012

Die allerserste Liebe - Die Bedeutung der Mutter-Kind-Bindung von Anne-Ev Ustorf"Allererste Liebe - Wie Babys Glück und Gesundheit lernen". In diesem Buch fasst die Journalistin Anne-Ev Ustorf  in einfachen Worten zusammen, was Wissenschaft und Mutter-Kind-Bindung - die erste Liebe - Anne-Ev UstorfAlltagserfahrung über die lebensbestimmende Bedeutung der Bindung und besonders der Mutter-Kind-Bindung weiß. Kritik übt die Rezensentin daran, dass das Buch ratlose Mütter mit dieser Aussage und den Problemen bei der Umsetzung allein lasse.

www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/allererste-liebe-bindung-bei-kleinkindern-ist-entscheidend-fuer-das-leben-a-860041.html

07. Oktober 2012

Jedes Kind lernt im eigenen RhythmusLasst jedes Kind in seinem eigenen Rhythmus lernen und die Welt begreifen! So die Kernbotschaft des bekannten Hirnforschers Prof. Gerald Hüther, in einem Interview mit der WELT:

"Die meisten Eltern finden nie heraus, ob ihr Kind ein toller Tüftler, begnadeter Tänzer oder großer Entdecker werden könnte. Sie schauen nur mit dem besorgten Blick des Vaters, der Mutter und fragen, ob das Kind denn früh genug läuft, spricht und später gut in der Schule ist. Für Kinder ist es eine unendlich traurige Erfahrung, wenn nicht gesehen wird, was wirklich in ihnen steckt...

...Ein Kind ist auch dann hochbegabt, wenn es besonders einfühlsam ist, kreativ oder beharrlich. Und sollte ein Junge, der extrem gut auf Bäume klettern kann, minder begabt sein wie ein Gleichaltriger, der komplizierte mathematische Aufgaben löst? Wir müssen lernen, Kinder in ihrer wunderbaren Einzigartigkeit wahrzunehmen, damit bei den Kleinsten anfangen."

"Kinder sind Adler, keine Suppenhühner"

28. September 2012

Massen-KitaUnter dem Druck der "flächendeckenden Versorgung" mit Krippen und Kindergärten bis Somme 2013 und getrieben von der selbst erzeugten, schnell wachsenden Nachfrage kommen die Familiepolitiker auf eine Lösung, die aus dem industriellen Produktionsprozess zu stammen scheint: Massenhaltung.

Die ZEIT in einem Beitrag heute: "In Sachsen wird der Platzbedarf in Kindergärten ähnlich wie bei der Hühnerhaltung berechnet: nach einem Quadratmeterschlüssel. Drei Quadratmeter stehen einem Krippenkind gesetzlich zu. Wie viele Ein- und Zweijährige in einem Raum letztlich untergebracht werden – das hängt nur von der Größe des Raumes ab. Vorgaben für maximale Gruppengrößen stehen in keinem Paragrafen. Viel Platz, viele Kinder, weniger Personalbedarf. Das ist die Rechnung."

Kinderbetreuung Pumpen wir die Kita auf!
Zum Beispiel Dresden: Im Osten entstehen überall Mega-Kindergärten. Experten warnen vor dem "chinesischen Weg"

Sächsische Zeitung - Massen-Kita ist "Wahnsinn"Kommentare ostdeutscher PolitikerInnen in des Sächsichen Zeitung Online: "ein Wahnsinn!"

„Massenunterbringung“ - Krtitik an geplanten Riesen-Kitas

28. September 2012

Karin und Klauf Grossmann zur Bindungsforschung und Bindungspraxis - SüdkurierKarin und Klaus Grossmann, Pioniere der Bindungsforschung in Deutschland, erläuterten vor einem großen Publikum die Erkenntnisse der Bindungsforschung und diskutierten mit dem Publikum über konkerte Probleme.

Eine sichere Bindung des Säuglings und Kleinkindes an eine Bindungsperson sei die Grundlage für eine „brauchbare Beziehung“ zur Wirklichkeit im Erwachsenenalter.
Bindungsforscher: Die ersten Jahre prägen das Leben
Zum Thema: Bindungsforschung – wichtige Erkenntnisse in Kürze

Karin und Klaus Grossmann im Tagesspiegel

Ein Porträt der beiden Bindungsforscher Karin und Klaus Grossmann im Tagesspiegel:

Drum prüfe gut, wie früh es sich bindet

24. September 2012

Kinderbetreuung an Universitäten - Süddeutsche ZeitungNoch ist die "arbeitsplatz-nahe Kinderbetreuung" in der Realität auf einige wenige Modell-Unternehmen beschränkt. Rücksicht auf die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen mit Kleinkindern steht zwar auf der Agenda der Personalleiter, ist aber bisher eher die Ausnahme, wie die Umfragestudie "Monitor Familienleben 2012" soeben wieder bestätigt hat.

Für Akademikerinnen, die bereits während ihres Studiums - gegen den allgemeinen Trend - ein Kind bekommen, entwickelt jetzt eine Handvoll von Universitäten Modellprojekte für "studienplatz-nahe" Kinderbetreuung.

Nachwuchs im Studium: Bachelor mit Baby

22. September 2012

Nordkurier - Infos zu Elterngeld, Elternzeit, Anspruch auf bezahlte Zeit für KrankenpflegeEine Serie mit Sachinformationen zu Elternrrechten und Themen rund um Schangerschaft, Geburt und Elternschaft - hier eine ausführliche Antwort auf die Frage: Wer zahlt, wenn Eltern ihr krankes Kind pflegen? - stellt die Zeitung "Nordkurier" online zur Verfügung.

Wer zahlt, wenn Eltern ihr krankes Kind pflegen?

Eine informative Liste der Familien-Hilfsprogramme findet auf der ARD-Website:
Staatliche Familienförderung - Mehr Geld für Familien

"für uns" - aktuell

Angenommen - für unsDie aktuelle Ausgabe des Magazins der Stiftungsintiative "für Kinder"

Familienmagazin "für-uns"

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