25. Juli 2013

Entsorgte VäterDie Trennung, ob als Scheidung oder nicht, von Eltern geht immer auf Kosten der Kinder. Ob dieses für die Kinder traumatische Erlebnis zur lebenslangen Belastung wird, hängst ganz wesentlich von der Einsichtsfähigkeit der Beteiligten ab.

Wie in Bert Brechts "Kaukasischem Kreidekreis" sind viele Eltern auf dem hasserfüllten Ego-Trip bereit, ihre Kinder zu zerreißen.

In dieser WDR-Talkshow "Entsorgte Väter" kommen nicht nur Juristen, Jugendpfleger und Paarberater zu Wort, sondern auch ein inzwischen Erwachsener, der als Kind auf diese Weise "zerrissen" wurde.

Entsorgte Väter, besorgte Mütter - wieviel Papa braucht das Kind?

21. Juni 2013

Frankfurter AllgemeineDie Überschrift in der FAZ von heute (21. Juni 2013) ist eher eine Konzession an das vorherrschende "Erkenntnisinteresse" von Eltern und Lesern insgesamt, als eine präzise Zusammenfassung dieses Beitrags der bekannten Psychoanlytikern vom Sigmund Freud Institut in Frankfurt, Prof. Leuzinger-Bohleber. Wichtiger als die kognitiven Benachteiligungen für viele Kinder durch zu frühe Fremdbetreuung ist ihr in iihrer eindringlichen Darstellung der emotionale und soziale Schaden, der durch den sich hochschaukelnden Run auf die Krippe in den Hirnen und Seelen von Kleinkindern angerichtet werden kann.

23. Mai 2013

Familienhebammen"Ich wüsste nicht, wie ich ohne die Familienhebamme klar kommen würde", sagt Vanessa Lautenbach. Die 23-Jährige und ihre zehn Monate alte Tochter Helena kriegen einmal die Woche Besuch von Helga Picard. Die Familienhebamme ist in Bonn für die Beratungsstelle pro familia unterwegs. Sie kümmert sich darum, dass bedürftige Mütter wie Vanessa Lautenbach im ersten Lebensjahr des Kindes eine gute Bindung aufbauen.

Familienhebammen stehen ständig zur Verfügung - mit miserabler Bezahlung trotz Spezialausbildung.

Erste Hilfe für Mutter und Kind

22. Mai 2013

Kindern den Mund zugeklebt - keine Körperverletzung - children should be seen not heardIm Gedicht schwärzesten englischen Humors, aus dem das Zitat oben stammt, ertränkt ein Vater seine Kinder und sagt - "...when he drowned the third..." - den oben zitierten Satz.

Nicht ganz so schlimm aber auch nicht annähernd so witzig ein Vorfall mit einem doppelten Versagen - von Pädagogen und Juristen - den jetzt Spiegel Online aufgegriffen hat:

Zweifellos stellt die Praxis von Erzieherinnen in einer Wertheimer Kita, die lauten Kindern mit Klebeband den Mund verschlossen, eine extreme Ausnahme dar. Der Richterspruch im Anschluss aber wird zweifellos Rechtsgeschichte schreiben. Da das Klebeband ohne bleibende Schäden abgezogen werden konnte und keines der Kinder an Schock oder Atemnot verstarb, verneinten die Staatsanwälte eine Körperverletzung und stellten das Verfahren - weitgehend - ein.

Kita-Kindern Mund zugeklebt: Staatsanwalt stellt Ermittlungen ein

11. Mai 2013

Baby`s SchlafrhythmusDer Schlaf ist sicher eines der "spannendsten" Gesprächsthemen, wenn Baby-Eltern sich treffen. Fast alle kennen das Problem: Babys und Kleinkinder, die nicht einschlafen können und die nachts immer wieder aufwachen. Erschöpfte Familien ziehen Ratgeber bei, die ihnen entweder bedeuten, sie müssten mit harter Konsequenz ihren Kindern das Schlafen beibringen, sie geradezu dazu zwingen, oder ihnen umgekehrt vermitteln, man müsse den natürlichen Rhythmus des Babys akzeptieren.

In diesem Deutschlandradio-Interview beantwortet Prof. Alfred Wiater, Chefarzt der Kinderklinik Köln-Porz und Sprecher der Arbeitsgruppe Pädiatrie der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung, Fragen rund ums Baby-Schlafen.

"Wichtig ist, dass die Kinder ihren eigenen Schlafrhythmus finden können"

02. Mai 2013

Frauen als Arbeitsreserve - Gesamtevalutaion der ehe- und familienbezogenen Leistungen"Frauen könnten mehr arbeiten"

Die Überschrift bringt es auf den Punkt. Statt Familien-(Nicht-)Arbeit sollten Frauen mehr richtige, sprich: Erwerbs-Arbeit leisten, so das Fazit dieses FAZ-Beitrags zur Bestandsaufnahme des Bundesfamileinministeriums über die Wirksamkeit von Familienleistungen in Deutschland. Im "Handelsblatt" geht es bei gründlicherer Analyse ebenfalls schon in den Überschriften zur Sache: "Ifo-Experten warnen vor höherem Kindergeld" und "Höhere Geldleistungen schaden dem Staat und Müttern."

Und in der Tat ist das auch der Tenor der Studien im Auftrag des Familienministeriums zur "Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen", die jetzt vorliegen.
Kurz zusammengefasst: Kinderbetreuung U3 ist gut - Geldleistungen für Familien ist schlecht!

17. April 2013

Das Hohelied der schwedischen Kita und ihrer kommerziellen Betreiber singt Autorin Sabine Grüneberg in der Süddeutschen :
"Über einen 24-Stunden-Kindergarten, der auch Betreuung am Abend und am Wochenende anbietet. In dem im Garderobenraum ein Flachbildschirm hängt, auf dem die Höhepunkte des Tages als Diashow laufen: Kinder, die basteln; Kinder, die spielen; Kinder, die schlafen. Man kann sich das auch als App aufs Handy laden. Dazu gibt es ein Elterncafé, monatliche Informationsabende, regelmäßige Entwicklungsgespräche und Förderstunden für Kinder, die das brauchen."

Das Bild dürfte sich deutlich differenzierter darstellen für alle, die am Kongress des Instituts für Bindungswissenschaften am 23. Mai 2013 in der Uni Frankfurt teilnehmen: "Was kommt, wenn Familie geht? Krippe und Gesellschaft - Erfahrungen mit der frühkindlichen Betreuung aus den skandinavischen Ländern".

Von schwedischen Kindergärten lernen

08. April 2013

Wiener Krippenstudie - Spektrum der WissenschaftDie falaten Folgen des "Krippen-Sprints" für die physische und vor allem psychische Gesundheit der Kinder werden zunehmend auch von Experten kritisiert, die eher als Krippen- und Kita-freundliche eingestuft werden können. Begründung vor allem die mangelnde Qualität der "Fremdbetreuung" (die "regierungsoffizielle" NUBBEK-Studie fand nur 10 Prozent der untersuchten Krippen mit guter Betreuungs-Qualität) und die langfristigen Folgen von Stress durch die tägliche und lang andauernde Trennung der Kleinkinder von ihren primären Bindungspersonen, in der Regel die Mutter.

Die Reihe "Gehirn und Geist" von Spektrum der Wissenschaft stellt die Ergebnisse und Einsichten der Wiener Krippenstudie vor (über die wir schon mehrfach berichtet haben).

Immer Stress mit der Krippe

Ein Zusammenfassung in Folien der "Wiener Krippenstudie"

01. April 2013

Der Film "Mammut"Dieser sehenswerte Film des Regisseurs und Drehbuchautors Lukas Moodysson, beschreibt am Beispiel einer Vater-Mutter-Kind-Familie gesellschaftskritisch, welchen Zwängen wir erliegen können, wenn die menschlichen Grundbedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit im aufregenden Trubel ereignisreicher Leben verloren gehen.

Es geht um Glück empfinden, Zerrissenheit spüren, Verlust und Ohnmacht fühlen und um Zeit für einander. Der Film regt an, über Werte und unsere hektische Lebensweise nachzudenken und greift die Frage auf: "Haben wir wirklich das Wichtigste, nämlich die Intaktheit der Familien aus den Augen verloren?" (Zitat aus einer Amazon-Rezension)

Trailer bei http://www.imdb.com/title/tt1038043/

Interview mit dem Regisseur: http://www.zeit.de/online/2009/07/berlinale-interview-moodysson

Vorstellung und Kritik bei 3sat:
http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/tips/145208/index.html

18. März 2013

Sackgasse Minijobs für FrauenMinijobs sind Sackgassen, vor allem für Frauen und vor allem für Frauen mit Kindern.

Untergegangen in der Flut der Gutachten und Studien aus dem Bundesfamilienministerium: "Frauen im Minijob", eine Studie von Prof. Carsten Wippermann vom Delta-Institut für Sozial- und Ökologieforschung, die bereits im Herbst letzten Jahres erschienen und erst jetzt von der "Süddeutschen Zeitung" "wiederentdeckt" und in die öffentliche Diskussion gehebelt wurde.

10. März 2013

Erschreckende 40 Prozent der Frauen, die ihre Elternzeit genommen haben, bedauern inzwischen diesen Schritt. Der Grund: Nach der Rückkehr in den Beruf waren ihnen oft die Aufstiegschancen versperrt. So eine Studie im Auftrag des Familienministeriums, aus der jetzt vorab die WAMS zitiert.

Selbst der Schritt aus der Teilzeitarbeit wieder in die Vollzeitbeschäftigung werde in vielen Fällen in den Unternehmen blockiert - allen öffentlichen  Beteurungen zum Trotz.

Klappt die Karriere trotz Teilzeit?

11. Februar 2013

Das Hohelied der ZEIT auf die BetriebskitaDer "Medienhype" zum Thema: "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" nährt sich in letzter Zeit zunehmend von der begeisterten Präsentation "familienfreundlicher Unternehmen" als Trendmodelle für eine harmonische "Arbeitszeit-Familienzeit-Zukunft".

Sind diese "familienfreundlichen Unternehmen" auch "kinderfreundliche Unternehmen"? Orientieren sich die Modelle an den Interessen der Kinder oder doch eher an denen der Unternehmen und an ihren "Einkaufsstrategien" für qualifiziertes und motiviertes Personal? Diese Fragen aber werden selbst in den führenden Print- und Online-Medien fast nie gestellt. Drei Beispiele:
Dem euphorischen "Wir gehen Arbeiten" in der ZEIT (Nr. 6, 21.01.2013, S. 21-22) folgte in der FAZ "Betriebskitas: Ein Herz für Kinder" und aus Sicht der Väter die "Trendstudie moderne Väter" mit "Best-Practice"-Beispielen aus Unternehmen.

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