24. November 2015

Rezension zum Buch "Eltern wollen Nähe" von Stefanie Selhorst und Michael Miedaner

Eltern wollen Nähe - Verteidigung einer SehnsuchtEs gibt kaum ein Thema, das gleichzeitig so emotionsgeladen ist und so wenig wirkliche Gefühle zulässt, wie die Diskussion über die frühe (Fremd)betreuung. Die Geister spalten sich an der Frage, wo und von wem ein Kind am besten betreut wird.

Trotzdem wagt kaum jemand, sich ehrlich darüber zu äussern, denn man kann dabei fast nur ins Fettnäpfchen treten. Diejenigen, die dafür einstehen, dass Kinder zu Hause und bei ihren Müttern am besten aufgehoben sind, kritisieren – ob sie es wollen oder nicht – diejenigen Eltern, die sich dafür entscheiden – aus welchem Grund auch immer – ihr Kind in Fremdbetreuung zu geben. Die Befürworter der frühen Fremdbetreuung machen umgekehrt den „Familienbetreuern“ nicht selten den Vorwurf, sie würden ihrem Kind nicht genügend Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Eine frühe Sozialisierung in einer staatlichen Institution fördere unter anderem die Bildung des Kindes.

Die Kita-Polemik ist bisher daran gescheitert, dass sie auf gegenseitigen Vorwürfen und einseitigen Argumenten basiert, die oftmals weder überzeugend noch konstruktiv sind. Vielen ist längst die Lust (oder der Mut) vergangen, sich zu äussern, so dass eine lösungsorientierte Diskussion, die sich am Wohlbefindender ganzen Familie orientiert, nicht stattfinden kann.

09. November 2015

Julia Dibbern - Verwöhn Dein Baby nach HerzenslustJulia DibbernKinderwagen oder Tragetuch? Was, wenn das Stillen nicht klappt? Werde ich eine gute Mutter sein? Eine Schwangerschaft ist beides – ein rührendes Wunder, weil neues Leben entsteht, aber auch ein tiefes unbekanntes Gewässer, in welches man sich fallenlassen muss, ohne zu wissen, wie Fallen eigentlich geht. Julia Dibbern schafft es in ihrem neuen Ratgeber „Verwöhn dein Baby nach Herzenslust“ all diesen Fragen Leichtigkeit einzuhauchen, auf eine so charmante Art und Weise, dass ich als Noch-Nicht-Mama jedes Kapitel mit Genuss gelesen habe. Und wenn ich mich näher im Spiegel betrachte – sind da nicht ein paar Lachfältchen hinzugekommen?

07. Juli 2015

Eine "vorauseilende Rezension" des neuen Buchs von Stefanie Selhorst und Michael Miedaner

Stefanie Selhorst

Der Redaktion lag das Manuskript "Eltern wollen Nähe - Verteidigung einer Sehnsucht" von Stefanie Selhorst und Michael Miedaner lange vor der geplanten Veröffentlichung vor - und wir waren so beeindruckt, dass wir im Folgenden das kommende Buch in Form einer kurzen Einführung und einiger Originalzitate vorstellen wollen:
 

Über das "Bindungsdorf" und den "einladungszentrierten Kindergarten"

Michael Miedaner

Wird ein Elternteil oder Elternpaar mit der Ganztagstrennung von seinem jungen Kind konfrontiert, so wird es sich dabei zumindest unterschwellig unbehaglich fühlen. Dieses Buch möchte das Streben nach familiärer Nähe fördern und unterstützen und hinterfragt kritisch den angeblich „modernen“ Impuls zur „frühkindlichen Bildung“ und die staatliche „Krippenpolitik“. Selhorst liefert wichtige Hypothesen und Denkanstöße, Beispiele und Inspirationen von Entwicklungspychologen wie Gordon Neufeld, aus der Literatur und der Kindergarten-Praxis.

Die Autoren machen Mut, den eigenen Emotionen nachzugeben, damit Kinder sich sicher binden können, und zeichnen nach, wie Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte Eltern hierbei unterstützen können – nicht, indem sie diese zu ersetzen versuchen, sondern indem sie sich auf die Seite der Bindung stellen. Mit der von ihnen beschriebenen Modellen des „Bindungsdorfes“ oder des „einladungszentrierten Kindergartens“ beschreiben sie eindrucksvolle Alternativen.

18. Juni 2015

Kindheit ist keine KrankheitAuf dieses Buch haben viele Eltern und Kinderärzte gewartet. Es macht den Menschen Mut, auch wenn es ein paar kleine Macken und Widersprüchlichkeiten in sich trägt – z.B. wenn Hauch einerseits die bedeutende Rolle der Eltern für eine gute Entwicklung des Kindes unterstreicht, andererseits das Betreuungsgeld als „Projekt der Erzkonservativen“ tituliert. Aber das sind Kleinigkeiten im Vergleich dazu, welche Hilfe und welchen Nutzen dieses Buch für viele Menschen bringt – man lese nur die Kommentare dazu auf amazon.

12. Juni 2015

Zum Buch von Jan-Uwe Rogge und Angelika Bartram

„Lasst die Kinder träumen“ Jan-Uwe Rogge und Angelika BartramDie Autoren Jan-Uwe Rogge und Angelika Bartram besitzen eine Fähigkeit, die vielen Menschen auf ihrem Weg vom Kind zum Erwachsenen verloren gegangen ist. Es ist die Fähigkeit, in eine magisch-phantastische Welt einzutauchen, in der die Sprache des (inneren) Kindes gesprochen wird. Die schlechte Nachricht lautet: Es ist nicht so leicht, diese Sprache zu erlernen.

Die gute Nachricht ist: Das Buch von Jan-Uwe Rogge und Angelika Bartram hilft Ihnen dabei. Es kann als Phantasie-Lexikon bezeichnet werden, das anhand zahlreicher Beispiele zeigt, wie viel wichtiger Phantasie im Leben ist, als rein kognitives Wissen. Darüber hinaus enthält es praktisch umsetzbare Tipps, die ohne Phantasie-Vorkenntnisse sofort in den Alltag integriert werden können, sodass die Magie der Kindheit auch in uns Erwachsenen wieder spürbar werden darf.

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