Frühkindliche SozialisationDiese "Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech trägt das breite Wissen zur frühkindlichen Entwicklungsphase aus verschiedenen Disziplinen zusammen, bereitet es verständlich auf und weist auf hieraus abzuleitende Schlussfolgerungen hin.

Die Stellungnahme entwirft, basierend auf diesem interdisziplinären Forschungsstand, ein Bild der frühkindlichen Sozialisation, welches die enorme Bedeutung dieses Lebensabschnittes und der hier durchlaufenen Entwicklungen für das gesamte spätere Leben belegt und die Zusammenhänge zwischen genetischen Dispositionen und
Umwelterfahrungen plastisch aufzeigt."

Dieser Report zum Stand des Wissens über die frühkindliche Entwicklung, das frühkindliche Lernen und seine Bedingungen konzentriert sich überwiegend auf die Möglichkeiten (staatlicher) korrigierende Eingriffe. Trotz immer wieder relativierende Passagen wie dieser: "Entscheidend für die Entwicklung sozial-emotionaler und motivational-volitionaler Kompetenzen ist die Ausbildung einer sicheren Bindung an Bezugspersonen in der frühen Kindheit. In der Regel sind dies die Eltern in einem stabilen Familien-verband, die mittels Sensitivität und Wärme gute und kulturell angepasste Sozialisationsbedingungen schaffen. Eine sichere Bindung unterstützt die Ausbildung eines positiven und realistischen Selbstkonzeptes sowie dieEntwicklung hoher Selbstregulationskompetenzen" oder etwas kryptischer: "Daher sollten Interventionsprogramme die inner- und außerfamiliären Bedingungen sowie die biologischen Prädispositionen beim Kind (z.B. sensible Phasen) einbeziehen", wird Familie und ihr Umfeld eher als Quelle von Risikofaktoren dargestellt, die durch programmatische Interventionen korrigiert werden sollten.

Frühkindliche Sozialisation(Gesamtdokument)

Frühkindliche Sozialisation (Kurzfassung)

 

Every child counts - UNICEF Report 2014UNESCO - Zur Lage der Kinder Die jüngsten Berichte über Kindersoldaten nun auch in Syrien und im Irak machen einmal mehr dramatisch deutlich, wie völlig unterschiedlich die Lage der Kinder in den verschiedenen Weltregionen sich darstellt.

In nackten Zahlen ausgedrückt beschreibt der UNICEF-Report 2014: "Every Child Counts - The State of the World`s Children 2014 in Numbers" diese Ungleichheiten von der Geburt über die Gesundheitsfürsorge bis zur Lebensumwelt anschaulich und verständlich.

Jedes Kind zählt - Der UNICEF-Report 2014 in Zahlen

MüttererwerbstätigkeitImmer mehr Mütter sind erwerbstätig.

Der Anteil erwerbstätiger Mütter mit minderjährigen Kindern ist zwischen 2006 und 2012 von 60,6 Prozent um knapp sechs Prozentpunkte auf 66,4 Prozent gestiegen. Mütter mit Kindern ab zwölf Jahren arbeiten heute genauso häufig wie Frauen ohne Kinder.

Gleichzeitig steigt das Arbeitsvolumen (Wochenstunden) der Frauen mit minderjährigen Kindern. Besonders starkt zugenommen hat die Anteil der Frauen mit Kindern bis zu zwei Jahren.

Die Zunahme der Erwerbstätigkeit bei Müttern seit 2005 erfolgte in erster Linie in Teilzeit-Arbeitsumfängen zwischen 15 und 32 Stunden in der Woche.

Allerdings: Über 70 Prozent aller erwerbstätigen Mütter arbeiten in Teilzeit, jede fünfte Mutter arbeitet in einer geringfügigen Teilzeit mit weniger als 15 Stunden pro Woche, und nur 29 Prozent arbeiten in Vollzeit.

Zeitpunkt der Rückkehr in die Erwerbsarbeit und das Arbeitsvolumen der Frauen mit kleinen Kindern hängt wesentlich vom Bildungsgrad der Mütter ab.

Dossier Müttererwerbstätigkeit

MMM-Was Müttern in Europa wichtig istDie internationale Organisation "MMM - Mouvement Mondial des Mères" publizierte im Mai 2011 eine europaweite Umfragestudie "Survey of Mothers in Europe 2011", an der mehr als 11.000 Mütter online teilnahmen. In der deutschen Übersetzung liegt diese Studie jetzt als PDF vor:
"Was Müttern in Europa wichtig ist"

"Über 11.000 Mütter haben geantwortet und Informationen zur Verfügung gestellt über ihre Herausforderungen, Prioritäten und Wünsche in Bezug auf ihr Wohlbefinden und das ihrer Familien," so die AutorInnen.

Mouvement Mondial des Mères (MMM), gegründet in Paris im Jahr 1947, ist eine internationale, politisch und religiös neutrale Nicht-Regierungs-Organisation (NRO).
Sie repräsentiert Mütter und ihre Familien bei nationalen als auch internationalen Institutionen und besitzt Beraterstatus gegenüber den Vereinten Nationen (UN).