Vater betreut sein Kind- Foto IStock ©olesiabilkeiDas seit langem umstrittene „Betreuungsgeld“ kommt schneller als erwartet. So die bayerische Familienminsterin Christine Hardertauer in den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“. Sie erwarte, dass der Gesetzentwurf noch vor Ostern von der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vorgelegt werde.

Nach Aussage der CSU-Politikerin habe die aktuelle Fassung des Gesetzes nichts mit der viel zitierten „Herdprämie“ zu tun, sondern sei nichts anderes als „eine ideologiefreie Alternative zur Betreuungsform Krippe“.

Das Betreuungsgeld soll ohne Einkommensgrenze bezahlt für alle, die ihr Kind nicht in der Krippe betreuen lassen, sondern selbst versorgen oder von den Großeltern, Freunden, einer Nanny betreuen lassen wollen. Das Betreuungsgeld sei strikt auf die Jahre bis zum dritten Geburtstag des Kindes beschränkt und setze – anders als das Elterngeld – nicht voraus, dass Erwerbstätigkeit eingeschränkt werde.

Es könne nicht sein, dass der Staat die Krippe subventioniert, aber nicht eine andere Betreuungsform. „Das wäre staatliche Lenkung.“ In einigen wesentlichen Punkten stimmt diese Position der beiden Familienministerinnen überein mit Standpunkten der Stiftungsinitiative „für Kinder“, wie sie in den Ausführungen des Vorstandsmitglieds, Maria Steuer, bei der Anhörung im Bundestag zum vorläufigen Gesetzesentwurf vorgetragen wurden.

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Anhörung

Die Stellungnahme zum „Betreuungsgeld“ im Bundestagsausschuss am 04.07.2011