Schreiendes Kind
Foto: fotolia

"Guten Tag, meine Tochter 14 Monate wird gerade in der Krippe eingewöhnt. Nach dem Berliner Modell. Was wohl heisst, dass Sie immer länger von mir getrennt bleiben muss, obwohl Sie die ganze Zeit brüllt. Mir geht es sehr schlecht damit. Heute hat sie sich erstmalig von den Erziehern beruhigen lassen, was von den Erzieherinnen. als grosser Erfolg gewertet worden ist. Zu mir hat Sie keinen Blickkontakt aufgenommen. Wollte nicht mehr auf den Arm. Nachts weint Sie immer. Die Erzieher sagen es ist normal. Ich empfinde es nicht so ..."

Und einige Wochen später:
"...Tatsächlich besteht das Problem immer noch und wir haben uns diese Woche erst einmal gegen die Krippe entschieden. Meine Tochter schreit durchgehend auch noch nach 4 Wochen. Das möchte ich nicht für Sie..."

Diese Mail einer verunsicherten Mutter erreichte die Redaktion fuerkinder.org. Solche und ähnliche Schilderungen finden sich in Blogs und Postings in Sozialen Medien tausendfach. Ein Grund für uns, Experten und kompetente fuerkinder-Autoren um Stellungsnahmen zu bitten - als Antwort und konkreten Rat für die Mutter und als Fachkommentar zum Problem der Eingewöhnung von Kleinkindern in die Krippen-Betreuung.

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Dr. Herbert Renz-Polster
Dr. Herbert Renz-Polster

Das ist ein "Problem" mit dem Sie nicht allein sind, denn Kinder gehen  gerade im zweiten Lebensjahr, wo sie ein immer stärkeres Ich-Bewusstsein aufbauen sehr unterschiedlich mit Trennung und Neuerungen in ihrem Leben um. Die Reaktion  ist ganz normal - auch wenn Sie bestimmt die vielen gleichalten Kinder im Auge haben, bei denen "das ja problemlos klappt". Ja so ist das: Kinder sind verschieden, bei denen klappen dann vielleicht andere Dinge nicht problemlos.

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Burghard Behncke zur Eingewöhnung in die Krippe
Burghard Behncke

Sehr anschaulich beschreiben Sie das Problem Ihrer vierzehn Monate alten Tochter bei ihrer Eingewöhnung in die Kinderkrippe nach dem Berliner Modell sowie ihr eigenes diesbezügliche Leiden. Es ist sicher für Sie kein Trost, dass zahlreiche Mütter  bei Krippeneintritt ihrer kleinen Kinder und der damit verbundenen Trennung von ihnen ähnliches erleben. Online-Foren sind voll von solchen Schilderungen und auch so manche morgendlichen  Abschiedsszenen in und vor Kinderkrippen sprechen Bände.

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Gabriele Pohl - Eingewöhnung in die Krippe
Gabriele Pohl

Generell gilt: wenn keine Notwendigkeit besteht, ein Kind in die Krippe zu geben, weil z.B. die Eltern arbeiten müssen, wäre eine vertraute und feste Bezugsperson, bei der das Kind sich geborgen fühlt, einer Krippe vorzuziehen. Ein Krippenkind braucht jedenfalls keine Frühförderung! Das glauben allerdings viele Eltern, weil ihnen das zunehmend suggeriert wird. In aller Ruhe sich und seine Umgebung erkunden zu lassen und den Erwachsenen in  seiner Tätigkeit nachzuahmen, gelegentlich andere Kinder zu erleben, reicht dem Kleinkind aus.

Die ersten drei Jahre sind zudem eminent wichtig für die Bindungsfähigkeit und den Aufbau von Vertrauen in die Welt. Dazu braucht es den zuverlässigen Erwachsenen.

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Frühe Trennung wirkt langfristig auf Kinder.
Krippe: Kleine Kinder brauchen
ihre Mutter – Foto:iStock/Pjjones

Die Gefühle stehen Kopf, wenn Eltern ihr Baby zum ersten Mal in der Krippe abgeben. Anschaulich beschreibt die Mutter und Autorin Lizzi Griffith ihr persönliches Erleben in einem Blog-Artikel der Huffington Post. Doch was macht die frühe Trennung mit dem Kind?

Für unseren Blog haben die Kinder- und Jugend-Psychotherapeutin Prof. Dr. Eva Rass und die Erziehungsexpertin Dr. Erika Butzmann Auszüge des Erlebnisberichtes kommentiert.

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Teil 1 über die Auswirkungen der digitalen Medien auf die Kinder bis zum Schulkindalter.

Störungen der Entwicklung zum abstrakten Denken

frühkindliche Mediennutzung
Medien im Kinderzimmer -
Foto: iStockphoto

Neben dem Suchtpotenzial greift der frühe und häufige Umgang mit der Bilderwelt des Smartphone in die Entwicklung von Vor- und Grundschulkindern sowohl in den kognitiven/intellektuellen als auch in den sozialen und in den Bereich der Selbstkontrolle ein, eine der wichtigsten Lern-Voraussetzungen.

Wie Lernprozesse beeinträchtigt sind, habe ich schon erläutert. Hinzu kommt beim Lernen eine weitere Einschränkung: Zwischen 6 und 10 Jahren können die Kinder zwar durchgängig logisch denken (vorher vorlogisch oder transduktiv), benötigen aber immer noch konkrete Vorgaben, um Zusammenhänge zu verstehen, können also noch nicht abstrakt und systematisch denken, um Dinge zu hinterfragen.

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Der zu frühe und übermäßige Gebrauch digitaler Medien beeinträchtigt die Gehirnentwicklung beim Kind!

Kind beim Computerspielen  - Foto: contrastwerkstatt/fotoliaIn den letzten 10 Jahren ist das Smartphone zu einem Lebensmittelpunkt für viele Menschen geworden. Weltweit nutzen mehr als 90 Prozent der Erwachsenen ein Handy, gut die Hälte davon ein Smartphone - länger als drei Stunden pro Tag. Angesichts der damit verbundenen ungeheuren Möglichkeiten sieht kaum jemand, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Kinder hat.

Seit kurzem kommen die ersten deutlichen Warnungen von Wissenschaftlern, Kinderärzten und Jugendämtern im Hinblick darauf, wie der Smartphone-Gebrauch von Eltern das Bindungs- und Spielverhalten kleiner Kinder beeinflusst. Beides ist die Grundlage für psychische Gesundheit und emotionale, soziale und kognitive Bildung und jede Störung hat Folgen für die weitere Entwicklung. Experten raten Eltern dringend, ihre Gewohnheiten im Umgang mit digitalen Medien im Sinne eines guten Aufwachsens ihrer Kinder so weit wie möglich umzustellen.

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Interview mit Prof. Dr. Ludwig Janus

Mutter-Kind-Bindung in der Schwangerschaft
Foto: iStock

fürKinder: Dass das Kind im Mutterleib bereits auf Einflüsse aus der Umwelt und vor allem auf Handlungen, Erlebnisse, Gedanken der werdenden Mutter reagiert und mit dieser eine Art Zwiegespräch führt, ist eine relativ neue Erkenntnis.
Warum kommt diese Einsicht so spät und was hat sich seither in der medizinischen und psychologischen Begleitung vor, während und nach der Geburt verändert?

Prof. Janus: Wir haben im letzten Jahrhundert in den westlichen Gesellschaften eine erstaunliche Zunahme der Fähigkeit, sich in das Erleben von Kindern einzufühlen. Das kann mit der Demokratisierung, der größeren sozialen und wirtschaftlichen Sicherheit zusammenhängen, die pro soziale Fähigkeiten der Menschen wirksam werden lassen. Das findet auch seinen Ausdruck darin, dass das früher selbstverständliche Prügeln der Kinder seit einigen Jahren sogar verboten ist, dass man seit den achtziger Jahren die Babys nach der Geburt nicht mehr von den Müttern trennt und schreien lässt und dass man überhaupt die Bedürfnisse von Kindern mehr wahrnimmt und respektiert.

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"Die Puppe folgt meiner Laune, meiner Eingebung, meiner Begeisterung, all ihre Bewegungen entspringen den Gedanken, die mir einfallen, und den Worten, die ich ihr in den Mund lege... sie ist Ich, mit einem Wort, sie ist ein Wesen, keine Puppe."
George Sand

Kind spielt mit der PuppeIn der momentanen Diskussion über  „Frühförderung“ geht es in erster Linie um intellektuelle Förderung. Dabei wird vernachlässigt, dass wir den ganzen Menschen zu erziehen haben, nicht nur seinen Kopf, sondern auch Herz und Hand. Das Ziel ist nicht nur der intelligente Mensch, sondern auch der mitfühlende, der sozialkompetente, einer, der seine eigene Gefühlswelt versteht und sich auch in den anderen hineinversetzen kann. Einer, der der Welt seine Fantasie und Kreativität zur Verfügung stellen und diese zu ihrem Besseren verändern kann.

Dazu dient dem Kind in hohem Maße das Spiel mit der Puppe.

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Was bedeutet Achtsamkeit und wie kann es uns im Leben mit Kindern unterstützen?

Mindfulness - Achtsamkeit
Achtsamkeit
Foto: nito100/iStockphoto

Achtsam zu sein bedeutet, den Moment bewusst zu erleben, also aufmerksam zu sein für das was gerade passiert, mit einer freundlichen, neugierigen Haltung. Das hilft uns die Dinge so wahrnehmen zu können, wie sie gerade sind.
Achtsamkeit ist also eine Seins-Qualität, eine Haltung und eine gewisse Art von Präsenz.

Gerade im Leben mit Kindern wird das oft schwer für uns, vor allem wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir es uns vorgestellt haben. Unsere Kinder haben ihre eigenen Vorstellungen und machen immer wieder etwas, das wir einfach nicht wollen. Und in solchen Momenten wird es umso schwieriger für uns, wenn wir an unseren Vorstellungen festhalten oder die Kontrolle haben wollen über etwas, das wir nicht kontrollieren können (in diesem Fall unsere Kinder)!

Wenn es uns gelingt, in solchen Situationen innezuhalten, uns nicht von unseren automatischen Reaktionsmustern mitreißen zu lassen sondern uns dem öffnen und zuwenden, was gerade passiert, ohne es zu bewerten, dann gibt uns das den Raum, in dem wir uns bewusst entscheiden können, wie wir gerade jetzt mit genau dieser Situation umgehen wollen, auf eine freundliche und einfühlsame Weise.

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