Interview mit Dr. Franz Josef Köb - Leiter der renommierten Vortragsreihe „Wissen fürs Leben“ bei der Arbeiterkammer Vorarlberg

Dr. Franz Josef Köb mit Enkelin Lori
Dr. Franz Josef Köb mit
Enkelin Lori

fuerkinder: Lieber Herr Köb, sowohl in Ihren Vorträgen zu den "Voralberger Kindheitsgeschichten" als auch in den immer wiederkehrenden Experten-Vorträgen zur frühkindlichen Entwicklung in der Reihe "Wissen fürs Leben"  beweisen Sie eine große Nähe zu den Fragen gesunden Aufwachsens von Kindern in unserer Gesellschaft. Darüber hinaus erleben Sie als Präsident des Vorarlberger Kinderdorfs die unterschiedlichsten Kinderschicksale hautnah mit. Was hat Sie darüber hinaus dazu bewegt, sich mit  Kindheitserinnerungen zu beschäftigen?
Dr. Franz Josef Köb: Anlass ist das Buch „Kindheit(en) in Vorarlberg“, welches das Vorarlberger Kinderdorf im Frühjahr 2017 heraus gebracht hat. Dieses Buch hat mehrere Teile. Ein besonders faszinierender Teil sind 38 Kindheitsgeschichten von ganz unterschiedlichen Menschen. Diese Geschichten haben mich so „gepackt“, dass ich daraus unbedingt etwas machen wollte. Es sind keineswegs Geschichten, die nur in und für Vorarlberg interessant sind, sondern die Bedeutung der Geschichten geht weit über Vorarlberg hinaus. Denn was Kinder emotional erleben und wie sich das psychisch auswirkt, ist völlig unabhängig davon, ob man in Vorarlberg, in Westfalen, in Graubünden, in Thüringen oder im Südtirol aufgewachsen ist.

Weiterlesen ...

Kindheit(en) in VorarlbergDie Erinnerungen an die eigene Kindheit erzählen auch unendlich viel über die Geschichte des Ortes, der Region, des Landes, in der ich aufgewachsen bin. Diese Geschichte, hier des Landes Vorarlberg, zu schreiben in einem Kaleidoskop unterschiedlichster Kindheitserinnerung ist neu, spannend und lehrreich. Einer der 35 Autoren in diesem Buch, der Wissenschaftsjournalist und Moderator der bekannten Vortrags- und Video-Serie "Wissen fürs Leben", Dr. Franz Josef Köb, teilt im folgenden seine Gedanken zur Bedeutung von Kindheit und Kindheitsgeschichten, gleichzeitig eine Rezension dieser Sammlung von Erinnerungen unterschiedlichster Art an "Kindheit(en) in Vorarlberg".

Weiterlesen ...

Schreiendes Kind
Foto: fotolia

"Guten Tag, meine Tochter 14 Monate wird gerade in der Krippe eingewöhnt. Nach dem Berliner Modell. Was wohl heisst, dass Sie immer länger von mir getrennt bleiben muss, obwohl Sie die ganze Zeit brüllt. Mir geht es sehr schlecht damit. Heute hat sie sich erstmalig von den Erziehern beruhigen lassen, was von den Erzieherinnen. als grosser Erfolg gewertet worden ist. Zu mir hat Sie keinen Blickkontakt aufgenommen. Wollte nicht mehr auf den Arm. Nachts weint Sie immer. Die Erzieher sagen es ist normal. Ich empfinde es nicht so ..."

Und einige Wochen später:
"...Tatsächlich besteht das Problem immer noch und wir haben uns diese Woche erst einmal gegen die Krippe entschieden. Meine Tochter schreit durchgehend auch noch nach 4 Wochen. Das möchte ich nicht für Sie..."

Diese Mail einer verunsicherten Mutter erreichte die Redaktion fuerkinder.org. Solche und ähnliche Schilderungen finden sich in Blogs und Postings in Sozialen Medien tausendfach. Ein Grund für uns, Experten und kompetente fuerkinder-Autoren um Stellungsnahmen zu bitten - als Antwort und konkreten Rat für die Mutter und als Fachkommentar zum Problem der Eingewöhnung von Kleinkindern in die Krippen-Betreuung.

Weiterlesen ...

 

Dr. Herbert Renz-Polster
Dr. Herbert Renz-Polster

Das ist ein "Problem" mit dem Sie nicht allein sind, denn Kinder gehen  gerade im zweiten Lebensjahr, wo sie ein immer stärkeres Ich-Bewusstsein aufbauen sehr unterschiedlich mit Trennung und Neuerungen in ihrem Leben um. Die Reaktion  ist ganz normal - auch wenn Sie bestimmt die vielen gleichalten Kinder im Auge haben, bei denen "das ja problemlos klappt". Ja so ist das: Kinder sind verschieden, bei denen klappen dann vielleicht andere Dinge nicht problemlos.

Weiterlesen ...

Burghard Behncke zur Eingewöhnung in die Krippe
Burghard Behncke

Sehr anschaulich beschreiben Sie das Problem Ihrer vierzehn Monate alten Tochter bei ihrer Eingewöhnung in die Kinderkrippe nach dem Berliner Modell sowie ihr eigenes diesbezügliche Leiden. Es ist sicher für Sie kein Trost, dass zahlreiche Mütter  bei Krippeneintritt ihrer kleinen Kinder und der damit verbundenen Trennung von ihnen ähnliches erleben. Online-Foren sind voll von solchen Schilderungen und auch so manche morgendlichen  Abschiedsszenen in und vor Kinderkrippen sprechen Bände.

Weiterlesen ...

Gabriele Pohl - Eingewöhnung in die Krippe
Gabriele Pohl

Generell gilt: wenn keine Notwendigkeit besteht, ein Kind in die Krippe zu geben, weil z.B. die Eltern arbeiten müssen, wäre eine vertraute und feste Bezugsperson, bei der das Kind sich geborgen fühlt, einer Krippe vorzuziehen. Ein Krippenkind braucht jedenfalls keine Frühförderung! Das glauben allerdings viele Eltern, weil ihnen das zunehmend suggeriert wird. In aller Ruhe sich und seine Umgebung erkunden zu lassen und den Erwachsenen in  seiner Tätigkeit nachzuahmen, gelegentlich andere Kinder zu erleben, reicht dem Kleinkind aus.

Die ersten drei Jahre sind zudem eminent wichtig für die Bindungsfähigkeit und den Aufbau von Vertrauen in die Welt. Dazu braucht es den zuverlässigen Erwachsenen.

Weiterlesen ...

Frühe Trennung wirkt langfristig auf Kinder.
Krippe: Kleine Kinder brauchen
ihre Mutter – Foto:iStock/Pjjones

Die Gefühle stehen Kopf, wenn Eltern ihr Baby zum ersten Mal in der Krippe abgeben. Anschaulich beschreibt die Mutter und Autorin Lizzi Griffith ihr persönliches Erleben in einem Blog-Artikel der Huffington Post. Doch was macht die frühe Trennung mit dem Kind?

Für unseren Blog haben die Kinder- und Jugend-Psychotherapeutin Prof. Dr. Eva Rass und die Erziehungsexpertin Dr. Erika Butzmann Auszüge des Erlebnisberichtes kommentiert.

Weiterlesen ...

Teil 1 über die Auswirkungen der digitalen Medien auf die Kinder bis zum Schulkindalter.

Störungen der Entwicklung zum abstrakten Denken

frühkindliche Mediennutzung
Medien im Kinderzimmer -
Foto: iStockphoto

Neben dem Suchtpotenzial greift der frühe und häufige Umgang mit der Bilderwelt des Smartphone in die Entwicklung von Vor- und Grundschulkindern sowohl in den kognitiven/intellektuellen als auch in den sozialen und in den Bereich der Selbstkontrolle ein, eine der wichtigsten Lern-Voraussetzungen.

Wie Lernprozesse beeinträchtigt sind, habe ich schon erläutert. Hinzu kommt beim Lernen eine weitere Einschränkung: Zwischen 6 und 10 Jahren können die Kinder zwar durchgängig logisch denken (vorher vorlogisch oder transduktiv), benötigen aber immer noch konkrete Vorgaben, um Zusammenhänge zu verstehen, können also noch nicht abstrakt und systematisch denken, um Dinge zu hinterfragen.

Weiterlesen ...

Der zu frühe und übermäßige Gebrauch digitaler Medien beeinträchtigt die Gehirnentwicklung beim Kind!

Kind beim Computerspielen  - Foto: contrastwerkstatt/fotoliaIn den letzten 10 Jahren ist das Smartphone zu einem Lebensmittelpunkt für viele Menschen geworden. Weltweit nutzen mehr als 90 Prozent der Erwachsenen ein Handy, gut die Hälte davon ein Smartphone - länger als drei Stunden pro Tag. Angesichts der damit verbundenen ungeheuren Möglichkeiten sieht kaum jemand, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Kinder hat.

Seit kurzem kommen die ersten deutlichen Warnungen von Wissenschaftlern, Kinderärzten und Jugendämtern im Hinblick darauf, wie der Smartphone-Gebrauch von Eltern das Bindungs- und Spielverhalten kleiner Kinder beeinflusst. Beides ist die Grundlage für psychische Gesundheit und emotionale, soziale und kognitive Bildung und jede Störung hat Folgen für die weitere Entwicklung. Experten raten Eltern dringend, ihre Gewohnheiten im Umgang mit digitalen Medien im Sinne eines guten Aufwachsens ihrer Kinder so weit wie möglich umzustellen.

Weiterlesen ...

Interview mit Prof. Dr. Ludwig Janus

Mutter-Kind-Bindung in der Schwangerschaft
Foto: iStock

fürKinder: Dass das Kind im Mutterleib bereits auf Einflüsse aus der Umwelt und vor allem auf Handlungen, Erlebnisse, Gedanken der werdenden Mutter reagiert und mit dieser eine Art Zwiegespräch führt, ist eine relativ neue Erkenntnis.
Warum kommt diese Einsicht so spät und was hat sich seither in der medizinischen und psychologischen Begleitung vor, während und nach der Geburt verändert?

Prof. Janus: Wir haben im letzten Jahrhundert in den westlichen Gesellschaften eine erstaunliche Zunahme der Fähigkeit, sich in das Erleben von Kindern einzufühlen. Das kann mit der Demokratisierung, der größeren sozialen und wirtschaftlichen Sicherheit zusammenhängen, die pro soziale Fähigkeiten der Menschen wirksam werden lassen. Das findet auch seinen Ausdruck darin, dass das früher selbstverständliche Prügeln der Kinder seit einigen Jahren sogar verboten ist, dass man seit den achtziger Jahren die Babys nach der Geburt nicht mehr von den Müttern trennt und schreien lässt und dass man überhaupt die Bedürfnisse von Kindern mehr wahrnimmt und respektiert.

Weiterlesen ...

"für uns" - aktuell

Angenommen - für unsDie aktuelle Ausgabe des Magazins der Stiftungsintiative "für Kinder"

Familienmagazin "für-uns"

Spendenkonto

Sparkasse Stade-Altes Land

Konto: 121 001 3817
Blz: 241 510 05
IBAN DE 82241510051210013817
BIC NOLADE21STS

Mehr Infos zu den Spenden

Projektpartner

Newsletter abonnieren

Helfen SIE mit!

Kinder brauchen Geborgenheit!

Die Stiftung "für Kinder" hilft mit,  die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Helfen Sie uns zu helfen!

Ihre Spende "für Kinder"

In den Medien

Presse - JSB31-fotoliaBerichte, Analysen, Reportagen in Zeitungen, Magazinen, Funk und TV über Familie, Bindung, Kinder.

www.fuerkinder.org/kinder-brauchen-bindung/in-den-medien

Was? Wie? Warum?

Die Zukunft der Kinder ist unsere Verantwortung! Was das heisst und wie die Stiftung das umsetzen will lesen Sie

Über die Stiftungsinitiative 

Experten-Meinungen

Stellungnahmen, Manifeste, Positionsbesimmungen von Experten und Organisationen.

Experten meinen ...

Buggy-Aktion

Verkehrte Welt bei den Buggys für die Kleinsten. "Offener Brief" an die Hersteller. Auf Ihre Unterschrift kommt es an!
Alles über die Buggy-Aktion

 

Termine

Termine - Kongresse, Tagungen, Workshops und Events rund um das Thema Kinder und Kindheit.

Termine

Netzwerke

RSS | Datenschutz | Impressum | Shop-AGB | © Wolfgang Bergmann Stiftungsinitiative, 2012