Kindheit 6.7 - Ein Manifest

Rezension des Buchs von  Michael Hüter

Kindheit 6.7 - Michael HüterMit diesem Buch hat der Vater, Kindheitsforscher, Historiker und Musiker, Mag. Michael Hüter, all das zusammengetragen, was ihn seit Jahren über die Form des Aufwachsens von Kindern in unserer Gesellschaft zur Verzweiflung bringt und was alle diejenigen, die sich praktisch oder wissenschaftlich mit Kindheit befassen, ebenfalls schon lange umtreibt. Hüter nimmt darin seine Leser mit auf eine Familien-Zeitreise. Dabei entsteht ein Bild davon , wie große Entwicklungen, Fortschritte und Leistungen im kulturellen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Bereich einzelnen Menschen zu verdanken waren und sind, die vorwiegend durch ihrer Familie die Möglichkeit hatten, ihren Intuitionen zu folgen und ihre Begabungen zu entwickeln.

Der Titel seines Buches hat die Bedeutung, dass Kinder bis zum Zahnwechsel im Schutz der Familie weitgehend aufwachsen sollten, um sich psychisch gesund zu entwickeln. Das ist ein Plädoyer gegen die Krippen und Ganztagsbetreuung der Kinder in allen Industrieländern, in denen die Kinder um eine „artgerechte“ Kindheit betrogen werden.

Kritische Einwände gegen diese durchgängig positive Sicht auf die Familie könnten darauf verweisen, dass in der Vergangenheit Kinder natürlich auch durch ihre Familien geschädigt wurden. Das geschieht auch heute; nämlich immer dann, wenn Eltern psychisch krank oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, den Kindern Zuwendung und Geborgenheit zu geben. Dies spricht jedoch nicht gegen die ursprüngliche Lebensform als Familie, sondern sollte Anlass sein, alle gesellschaftspolitischen Kräfte zu bündeln, um auch diese psychisch beschädigten Menschen zu zuträglichen Eltern werden zu lassen.

Dabei reicht es nicht, im ersten Lebensjahr eine teure regierungsseitige Unterstützung wie die „Frühen Hilfen“ anzubieten, wenn die Kinder danach in die Krippe zur frühkindlichen Bildung weitergereicht werden. Warum das so ist, könnten die politischen Entscheidungsträger/innen dem Buch von Michael Hüter im Einzelnen entnehmen. Es ist eine spannende Gelegenheit, sich über die historischen und aktuellen Fakten zu informieren, um dann die überzeugende und emotionale Rezension des Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie Hans-Joachim Maaz zu lesen:. Hüter-Buch und Maaz-Rezension gemeinsam geben ein umfassendes Bild von der Schieflage unserer derzeitigen Gesellschaft, die dabei ist, Familie als Ort des Aufwachsens von Kindern ohne Not ins Abseits zu drängen.

Dr. Erika Butzmann

Das Buch
KINDHEIT 6.7
Softcover / 480 Seiten
ISBN-978-3-200-05507-0
Deutschland  € 24,30, Österreich  € 25,00
Edition Liberi&Mundo

Der Autor

Michael Hüter
Michael Hüter

Mag. Michael Hüter ist Kindheitsforscher, Pianist und Aktivist. Geboren 1968 in Kärnten, Österreich studierte Michael Hüter Geschichte, Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Salzburg. Von 1996 bis 2012 lebte er als freischaffender Pianist und Komponist. 2014 erschien die Piano-Solo-CD It’s my way to paradise. Im gleichen Jahr auch das Buch über Trennungsväter: Krieg gegen Väter. Das Drama eines Scheidungskindes, Kral Verlag, 2014.

 

Die Rezensentin:

Erika Butzmann
Erika Butzmann

Dr. Erika Butzmann, verheiratet, 2 Kinder, 4 Enkelkinder, Studium der Erziehungswissenschaften und der Psychologie, Promotion zur sozial-kognitiven Entwicklung im Kindesalter  im Jahr 2000. Seit 25 Jahren tätig in der Elternbildung und –beratung und in der Weiterbildung für Erzieherinnen. Von 2002 bis 2008 Lehraufträge an der Universität Bremen.

 

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