Interviews mit Dagmar Neubronner - Folge 12

Wir alle wünschen uns, dass unsere Kinder aus eigener Motivation und Reife heraus handeln und nicht nur für eine Belohnung oder aus Angst vor Strafe. Doch genau das bringen wir ihnen bei, wenn wir diese Erziehungsmethoden anwenden. Aus entwicklingspsychologischer Sicht wenig sinnvoll - es geht auch anders!

Interview mit Dagmar Neubronner, Neufeld Institut

Armut ist sicher ein "Risikofaktor" für das gesunde Aufwachsen in der Familie und ein Auslöser für viele Beziehungsprobleme, aber mit Sicherheit verhindert Armut an sich nicht, dass Kinder in der Geborgenheit elterlicher oder auch nur mütterlicher Zuwendung ihr Entwicklungspotential voll entfalten. Das Problem liegt nicht in den eingeschränkten sozialen Verhältnissen sondern im Mangel an Geborgenheit in einer sicheren Bindung.

Diesen Mangel fühlen und erleiden auch Kinder in "gehobenen" sozialen Verhältnissen. Ähnlich in Situationen, in denen Eltern aufgrund physischer oder psychischer Probleme ihre Elternrolle nur bedingt ausfüllen können.

Ansätze zu einer Lösung liegen daher - nach Auffassung der Leiterin der deutschsprachigen Arbeit des Neufeld-Institutes, Dagmar Neubronner -  nicht in der andauernden Herauslösung der Kinder aus belasteten familiären Situationen sondern in dem Versuch, diese Verhältnisse durch gezielte Hilfen zu verbessern, das Vorhandene zu stärken und zu ergänzen - etwa in guter Kita-Betreuung, durch niedrigschwellige Hilfs- und Bildungsangebote an die betroffenen Familien, durch einfühlsame Begleitung vor allem in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren der Kinder: Den Kindern helfen durch die Unterstützung der Eltern.

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Interview mit Dagmar Neubronner - Folge 11

Als Autisten bezeichnete Menschen sind in den meisten Fällen „hypersensitiv“, so die Überzeugung des kanadischen Forschers Prof. Dr. Gordon Neufeld. In diesem Video beschreibt Dipl.Biol. Dagmar Neubronner, Leiterin der deutschsprachigen Arbeit des Neufeld-Institutes, die Hypersensitivität als ein "Filterproblem". Hypersensitive Kinder könnten die vielfältigen Reize aus ihrer Umwelt nicht ausreichend filtern und sortieren. Ihr Bewusstsein werde von Eindrücken überflutet, die im Gehirn anderer Kinder als "unwichtig" beiseite gelegt würden. Hypersensitive Kinder bräuchten in ihrer Not eine sehr ruhige und geordnete Umgebung und verständnisvolles Eingehen auf ihre besonderen Probleme. Dann könne auch ihr Gehirn reifen und mit der (nach derzeitigem Wissensstand nicht behebbaren) Filteranomalie umgehen lernen.

Mit seinem jüngsten Buch "Das falsche Leben: Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft" hat der Psychoanalytiker Dr. Hans-Joachim Maaz den seit vielen Jahren tobenden Streit um die Bedeutung der frühkindlichen Entwicklung und die "richtigen" Voraussetzungen für eine gelingende Persönlichkeitsbildung befeuert: "Er-ziehung" vs. "Be-ziehung", begleitetes Wachsen vs. Zurichtung auf gesellschaftliche und ökonomische Anforderungen.

In diesem Vortrag fasst er seine Zusammenführung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Psychologie, Bindungstheorie, Neurophysiologie, Hirnforschung etc. zusammen in einer fulminanten Kritik der "normopathischen" narzistischen Gesellschaft.

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Folge 10 der Interviews mit Dagmar Neubronner

Anknüpfend an das interview mit Dagmar Neubronner in Folge 9 hier das Thema: Was hilft bei ADS/ADHS? Ritalin "funktioniert" in der Tat, so die Leiterin des Neufeld Instituts. Die Kinder kommen zur Ruhe. Aber da die Ursachen damit nicht beseitigt sind, ist das keine Lösung. Die Unterdrückung des "Alarmgefühls" mit Medikamenten ist reine Symptombehandlung, die in Einzelfällen und in Notsituationen gerechtfertigt ist, aber sie verhindert den Kontakt mit den eigenen Gefühlen und damit das Lernen, die Gefühle zu beherrschen. Es fehlt die Zeit, die das Kind im Umgang mit seinen Gefühlen zum Reifen braucht.

Zur Folge 9: ADHS-ADS - Krankes Hirn oder verletzte Seele

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