Frühe Beeinträchtigungen der Spielfähigkeit und Aufmerksamkeitssteuerung – Entstehungsgeschichte und Interventionsmöglichkeiten
Die frühkindliche Spielfähigkeit ist im Rahmen sequenzieller traumatischer Beziehungserfahrungen häufig erheblich beeinträchtigt. Traumaassoziiertes Stresserleben beeinträchtigt darüber hinaus die Reifung der kindlichen Aufmerksamkeitsregulation. Entwicklungstraumastörungen (Bessel van der Kolk 2009) sind nicht selten die Folge. Diese wirken kumulativ über die Zeit, und sind mit einem erhöhten Risiko für ungünstige epigenetische und neurobiologischen Veränderungen verbunden, welche die seelische und körperliches Gesundheit des Kindes bis ins Erwachsenenalter gefährden können.
Interventionen, die auf eine Unterstützung der kindlichen Spielfähigkeit, sowie der gemeinsamen spielerischen Interaktionen von Eltern und Kind abzielen, sind daher von wichtiger präventiver und kurativer Bedeutung.
Themen
- Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung
- Auswirkungen früher Beziehungstraumata auf Spiel- und Aufmerksamkeitsentwicklung
- Entwicklungstraumastörungen: Entstehung und Folgen
- Neurobiologische und bindungsbezogene Grundlagen
- Spiel als diagnostischer Zugang (mit Videobeispielen)
- Praxisorientierte Spiel- und Interventionsmöglichkeiten
- Eltern-Kind-Interaktionen spielerisch fördern
Angebot für: Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeut:innen, Pflegende, Ärzt:innen, Pädagog:innen:innen und alle Therapeut:innen, die Kinder und Jugendliche mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen begleiten
Referent: Dr. med. Nikolaus v. Hofacker

