Heilpädagogik für frühtraumatisierte Kinder in stationären Settings der Jugendhilfe
Nach frühen traumatischen Erfahrungen zeigen Kinder oft irritierende Verhaltensweisen. Grundbedürfnisse sind nicht mehr einfach zugänglich. Ihr Ausdruck ist von einem Bewältigungsmuster bestimmt, den D. Weinberg als „Täuschung“ bezeichnet hat. Auch professionelle Bezugspersonen sind oft überfordert, angemessen und hilfreich darauf zu reagieren.
In einem interaktiven Workshop soll erlebbar werden, wie Kinder nach frühen traumatischen Erfahrungen in der Familie in einer Therapeutischen Übergangshilfe der stationären Jugendhilfe Schutz und Entlastung erfahren.
Wie Fachkräfte heilpädagogische Angebote für eine erste Bearbeitung machen und immer mehr „Detektive“ (M. Blaustein) für das werden, was diese Kinder durch (ver)störend ängstliches, wütendes, über angepasstes und ergebenes Verhalten von dem „erzählen“, was sie erlebt haben und was sie jetzt eigentlich brauchen. Wie wieder Beruhigung, Freude und Hoffnung möglich werden, wenn diese Kinder sich gesehen, verstanden und angenommen fühlen. Und wie Fachkräfte für sie neue und tragfähige Lebensperspektiven entwickeln können, wenn sie sich von ihnen ihre innere Welt zeigen lassen.
Ein Einblick in diagnostische und heilpädagogische Praxis für frühtraumatisierte Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren im Caritas-Kinder- und Jugendheim Rheine.
Themen
- Was frühtraumatisierte Kinder mit ihrem Verhalten mitteilen
- Schutz und Stabilisierung im heilpädagogischen Alltag
- Heilpädagogische Angebote für Kinder von 3 bis 10 Jahren
- Bedürfnisse hinter Angst, Wut und Überanpassung erkennen
- Beziehung als Grundlage für Entwicklung und Hoffnung
- Praxisbeispiele aus der Therapeutischen Übergangshilfe
Angebot für: Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeut:innen, Pflegende, Ärzt:innen, Pädagog:innen:innen und alle Therapeut:innen, die Kinder und Jugendliche mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen begleiten
Referent: Justinus Jakobs

