Unser Kuratorium

Das Kuratorium setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, die sich mit viel Engagement für die Interessen von Kindern einsetzen. Die Mitglieder unseres Kuratoriums tragen zum langfristigen Erfolg unserer Ziele bei, indem sie der Stiftung unterstützend, kontrollierend und beratend zur Seite stehen.

Prof. Gordon Neufeld

Prof. Gordon Neufeld

„Das Wichtigste in unserer Gesellschaft ist, dass wir die Verbindungen zwischen Eltern und Kindern schützen müssen. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern, denn sie brauchen das, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Ohne tiefe Bindung ihrer Kinder an sie können sie sie nicht erziehen.

Dies dient auch der Gesellschaft, denn wenn eine Gesellschaft immer weniger Menschen hat, die in vollem Umfang funktionieren, dann kann die Gesellschaft nicht gedeihen, die Kulturübermittlung zwischen den Generationen geht verloren ohne die Bindung, d.h. sie fällt auseinander. Den Schlüssel zur Erziehung von Kindern haben wir früher nur intuitiv gekannt, heute erkennen wir ihn auch wissenschaftlich, und wenn wir alle Wissensanteile zusammen führen, ist es extrem einfach.

Der Schlüssel dafür, Kinder zu erziehen, ist: Gute Beziehung zu jenen, die verantwortlich sind, die Eltern, die Großeltern, die Onkel und Tanten, die Verantwortlichen. Und eine weitere Schlüsselfunktion liegt in Empfindsamkeit. Und genau das alles verlieren Kinder heutzutage. Wir müssen dem daher unbedingt wieder Priorität einräumen. Wir könnten viel Zeit mit Wissenschaft verbringen, aber wenn man das Vorhergenannte Eltern erfolgreich vermitteln will, dann kann man es ganz einfach in folgende intuitive Worte fassen: Gute Beziehungen und offene Herzen.“ (aus Vortrag Prof. Gordon Neufeld, Frankfurt, 2007)

Prof. Gordon Neufeld arbeitet seit über 30 Jahren mit Kindern und den für sie verantwortlichen Erwachsenen. Als führende Autorität auf dem Gebiet kindlicher Entwicklung gibt er seine Erfahrung mittlerweile weltweit in Vorträgen und Seminaren weiter.

Er konzentriert sich auf die Weitergabe seines Wissens sowie die Schulung von Eltern und allen, die beruflich mit Kindern arbeiten, in der hilfreichen Anwendung der von ihm gewonnenen Erkenntnisse über Bindung. Er ist Vater von fünf Kindern und Großvater.

Gordon Neufelds bindungsbasierter Entwicklungsansatz vernetzt den aktuellen Erkenntnisstand der Entwicklungspsychologie mit den relevanten neurologischen Forschungsergebnissen zu einem ganzheitlichen Erklärungsmodell für die gesunde Entwicklung von Kindern (bzw. Säugetieren überhaupt) zu ihrem vollen Potenzial. In den von ihm entwickelten Kursen steht dieses Wissen allgemeinverständlich erstmals auch für Nichtwissenschaftler und damit der Mehrheit der mit Kindern lebenden und arbeitenden Erwachsenen zur Verfügung.

Prof. Gordon Neufeld im Internet:

www.gordonneufeld.com
www.neufeldinstitute.de

Bücher und DVDs von Prof. Gordon Neufeld u.a.:

  • „Unsere Kinder brauchen uns!“, Genius Verlag 2006
  • „Adoleszenz – Vom Ziel der Pubertät oder Wie Kinder erfolgreich erwachsen werden“, DVD, Genius Verlag 2009
  • „Unsere Kinder brauchen uns!“, DVD, Genius Verlag 2011
Prof. Ralph Dawirs

Prof. Ralph Dawirs

„Ob Vater, Mutter oder Großeltern sich kümmern, ist egal. Aber ein Kind braucht eine verbindliche Begleitung, gerade in den ersten Jahren. Wir brauchen keine Verstaatlichung der Kindheit. Eltern können das viel besser als Institutionen wie Kinderkrippen.“ (Prof. Ralph Dawirs, 2010)

Prof. Ralph Dawirs ist Doktor der Naturwissenschaften und Professor für Neurobiologie am Universitätsklinikum Erlangen. Dort leitet er die Forschung der Kinder- und Jugendabteilung für psychische Gesundheit. Ralph Dawirs hat sich auf den Bereich der Entwicklungsneurobiologie spezialisiert. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und vertritt die Ansicht „Humor ist der beste Erziehungsratgeber“. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Prof. Ralph Dawirs im Internet:

www.ralph-dawirs.de

Bücher von Prof. Ralph Dawirs, u.a.:

  • „Riskante Jahre“, Beltz 2012
  • „Die zehn größten Erziehungsirrtümer“, Beltz 2012
  • „Endlich in der Pubertät! Vom Sinn der wilden Jahre“, Beltz 2011
  • „Hallo, hier spricht mein Gehirn“, Beltz 2011

Artikel in der Frankfurter Rundschau: Totale Irreführung der Eltern

Steve Biddulph

Steve Biddulph

Eltern werden hin und her gerissen zwischen dem Auftrag zu verdienen und zu konsumieren und dem, was sie für ihre Kinder tun wollen, nämlich Liebe schenken und mit ihnen kommunizieren, und wie sie genug Liebe in ihren Familien erreichen können. Ich denke, dass sich alle Eltern zerrissen fühlen, während sie versuchen zu entscheiden, welchen Weg sie persönlich beschreiten wollen, und ob sich ihr Leben eher um Geld oder eher um elterliche Liebe drehen sollte.“ (Steve Biddulph, 2007: „Was brauchen Kleinstkinder?“)

„Als Gesellschaft sollten wir die Dinge fördern, von denen wir denken, dass sie für eine glücklichere Zukunft sorgen werden. Hier gibt es drei Felder, die Einfluss nehmen: Eines ist „individuelle Wahl“, ein Feld ist „gesellschaftspolitische Vorgaben“ und ein weiteres ist „Arbeitswelt“. Wenn die Arbeitswelt familienfreundliche Strukturen fördert, dann gibt es ausreichend lange Mutterschaftszeiten, viele Angebote für berufliche Qualifizierung und Wiedereingliederung, die es Eltern mit entsprechenden Seminaren erleichtern, in ihren Beruf zurück zu kehren. Firmen, die dies heute tun, machen die Erfahrung, dass sie davon profitieren, z.B. in Form von Loyalität ihrer Angestellten, besonders der jungen Leute, die sich wieder mehr auf diese Werte besinnen.

Regierungen müssen dafür sorgen, dass Eltern genügend Einkommen haben. Prof. Mellish, der britische Experte in diesem Feld, hat unterstrichen: Ja, man kann sehr gute Kinderfremdbetreuung etablieren, man kann den Betreuungsschlüssel klein halten, man kann das Betreuungspersonal in Entwicklungspsychologie universitär ausbilden lassen, usw. Wenn man das alles tut, ist Kinderbetreuung so kostspielig, dass es billiger ist, Eltern ein Einkommen zu zahlen. Es ist daher die viel bessere Investition und eine höhere Garantie für gute Qualität, wenn man jungen Müttern und jungen Vätern Geld dafür gibt, dass sie sich dafür entscheiden, ihre Kleinkinder mit elterlicher Liebe und Fürsorge im Schlüssel 1:1 selbst zu erziehen.“ (Steve Biddulph, 2007: „Was brauchen Kleinstkinder?“)

Steve Biddulph, Familientherapeut in Australien, blickt auf mehr als 25 Jahre Praxiserfahrung zurück. International gilt er als einer der bedeutendsten Autoren für Elternratgeber. Seine Bücher verkauften sich weltweit bereits mehr als vier Millionen mal. In 22 Ländern hat Steve Biddulph bereits Vorträge über Erziehung und Familienleben gehalten. In seinem Buch „Mama, Papa oder Krippe?“ setzt er sich für die Förderung der Beziehung zwischen Kleinkindern und Eltern ein, die er durch zu frühe und zu lange Gruppenfremdbetreuung und den damit verbundenen messbaren Stress für Kleinkinder gefährdet sieht. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Steve Biddulph im Internet:

www.stevebiddulph.com

Bücher von Steve Biddulph:

  • „Lieben, lachen und erziehen“, Dorling Kindersley 2000
  • „Das Geheimnis glücklicher Kinder“ und „Weitere Geheimnisse glücklicher Kinder“, Heyne Verlag 2001 – beide Bestseller in einem Band, Heyne 2008
  • „Jungen: Wie sie glücklich heranwachsen“, Heyne Verlag 2002
  • „Lieben, lachen und erziehen in den ersten sechs Lebensjahren“, Heyne Verlag 2002
  • „Wer erzieht Ihr Kind? Kinderbetreuung – eine wichtige Entscheidung“, Heyne 2005
  • „Das Geheimnis glücklicher Babys: Kinderbetreuung – ab wann, wie oft, wie lange?“, Heyne 2006
  • „Glückliche Kinder. Der Erziehungsratgeber für die ersten sechs Jahre“, Dorling Kindersley 2008
  • in: „Mama, Papa oder Krippe?: Erziehungsexperten über die Risiken der Fremdbetreuung“, Scm Hänssler 2010