Grafik - Mütter in EuropaDie internationale Organisation „MMM – Mouvement Mondial des Mères“ publizierte im Mai 2011 eine europaweite Umfragestudie „Survey of Mothers in Europe 2011“, an der mehr als 11.000 Mütter online teilnahmen. In der deutschen Übersetzung liegt diese Studie jetzt als PDF vor.

„Über 11.000 Mütter haben geantwortet und Informationen zur Verfügung gestellt über ihre Herausforderungen, Prioritäten und Wünsche in Bezug auf ihr Wohlbefinden und das ihrer Familien,“ so die AutorInnen.

Mouvement Mondial des Mères (MMM), gegründet in Paris im Jahr 1947, ist eine internationale, politisch und religiös neutrale Nicht-Regierungs-Organisation (NRO). Sie repräsentiert Mütter und ihre Familien bei nationalen als auch internationalen Institutionen und besitzt Beraterstatus gegenüber den Vereinten Nationen (UN).

In der Broschüre fassen die AutorInnen die Ergebnisse folgendermaßen zusammen:

  1. Wenn eine Frau Mutter wird, macht sie die Erfahrung, dass sich ihre Sichtweisen, Prioritäten und Vorlieben grundlegend und unumkehrbar verändern. Müttern sollte es erlaubt sein, für sich selbst zu sprechen. Ihre Sichtweisen sollten von Politikern gesondert in Entscheidungen einbezogen werden.
  2. Mütter sind sehr bedacht auf das Wohlergehen ihrer Kinder und ein hoher Prozentsatz (89%) möchte für sie präsent sein und sich in einem bestimmten Lebensabschnitt persönlich um die Kinder kümmern.
  3. Mütter (74%) möchten ebenso in einem bestimmten Lebensabschnitt am Erwerbsleben teilnehmen, aber die meisten Mütter verlangen die Möglichkeit, ihre Erwerbstätigkeit an die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes, an deren Alter und deren Anzahl anpassen zu können. Die Schwelle, an der Mütter ihren Zeiteinsatz lieber zu Gunsten der Familie ausrichten, liegt bei drei oder mehr Kindern. Der Grad ihrer Zufriedenheit steigt dabei mit der Zahl ihrer Auswahlmöglichkeiten.
  4. Derzeitige Umstände machen es schwer, das Aufziehen von Kindern mit einer Vollzeitbeschäftigung zu vereinbaren: Mehr als zwei Drittel der Mütter bevorzugen Teilzeitarbeit, aber nur ein Drittel der Mütter hat dazu überhaupt die Gelegenheit. Mütter wollen ihr Leben nicht einengen lassen durch die Zwänge eines Standardmodells, das auf wirtschaftlichen Kriterien beruht.
  5. Mütter möchten mehrere Optionen, aus denen sie wählen können, und sie brauchen Unterstützung bei ihrer Entscheidung:
    Für die Erziehungsarbeit:
    Einen finanziellen Etat, der elterliche Wahlfreiheit für eigene Erziehungsarbeit erlaubt.
    Eine Steuerpolitik, die Familien unterstützt: Einkommenssplitting, Steuerabzüge für Angehörige, verringerte Mehrwertsteuersätze für Kinder-Bedarfsartikel.
    Eine Berücksichtigung der Erziehungszeiten bei den Renten.
    Für das Erwerbsleben:
    Es existiert eine lebenswichtige Zeitspanne für das Gebären und Erziehen von Kindern, während der Mütter besondere Anpassungen in ihren Arbeitsverhältnissen benötigen:
    Mehr Möglichkeiten, Teilzeit zu arbeiten.
    Mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten, die Unterrichts- und Ferienzeiten berücksichtigen.
    Mehr und besser angepasste Betreuungsmöglichkeiten, die auch Betriebskindergärten einschließen.
  6. Mit Blick auf sinkende Geburtenraten und die zukünftigen, demographischen Herausforderungen angesichts einer alternden Gesellschaft, muss man Müttern zuhören und ihre Mutterrolle respektieren und wertschätzen.
  7. Mütter berichten, dass sie bei der Erziehungsarbeit und bei der Haushaltsarbeit von ihren Ehemännern/Partnern und anderen Familienmitgliedern unterstützt werden. Sie investieren auch selbst Zeit, um die Großfamilie und die Nachbarschaft zu unterstützen und sind ehrenamtlich tätig.
  8. Je mehr Kinder sie haben, umso mehr sind Mütter abhängig von der aktuellen und zukünftigen finanziellen Unterstützung ihres Ehemanns/Partners (auch von seinen Rentenansprüchen).
  9. Mütter verlangen, dass ihr Wiedereinstieg in das Erwerbsleben nach der Gebär- werbsleben nach der Gebär- werbsleben nach der Gebär- und Erziehungszeit der Kinder erleichtert wird.
  10. Mütter im Rentenalter freuen sich darauf, in der Großfamilie und im Ehrenamt zu helfen.

von Redaktion fürKinder

Links zum Thema

Broschüre

„Was Müttern in Europa wichtig ist“ MMM – Mouvement Mondial des Mères – eine europaweite Umfragestudie „Survey of Mothers in Europe 2011“