Wieso vertragen Babys Muttermilch besser - Foto © Kerstin PukallInzwischen gibt es ein Fülle von Studien, die die Vorteile des Stillens belegen und auf das größere Risiko von gesundheitlichen Nachteilen, vor allem bei der Verdauung und generell beim Stoffwechsel (Metabolismus) mit langfristigen Folgen, der Flaschen-Ernährung mit Säuglingsfertigmilch hinweisen. Die Frage nach den Gründen für diesen Unterschied zwischen den Wirkungen von Muttermilch und Flaschennahrung blieb dabei bisher zumeist unbeantwortet.

Jetzt scheint eine Forschergruppe an der University of California das „missing link“ gefunden zu haben: Da Laborversuche mit Babys natürlich ausgeschlossen sind, mussten die Forscher auf Affen, in diesem Fall Rhesus-Affen, zurückgreifen. Eine Gruppe dieser jungen Rhesus-Affen erhielten Muttermilch ausschliesslich, eine Gruppe nur künstliche Fertigmilch und eine weitere Gruppe abwechsend die eine oder andere Milch. Zur Kontrolle der Wirkungen wurden Urin-, Stuhl- und Blutproben entnommen. Gewicht und Wachstum wurden gemessen.

Es stellte sich heraus, dass der gesamte Verdauungsprozess je nach Ernährungsart sich stark unterschied. Die Besiedlung mit Darmbakterien und die Zusammensetzung der Bakterienarten waren unterschiedlich, mit deutlichen Folgen sowohl für das Wachstum als auch für die Insulin-Bildung, das Immunsystem und andere Umwandlungsprozesse im Körper.

„Unsere Ergebnisse stützen die Behauptung, dass die Art der frühen Babynahrung viele Umwandlungsprozesse im Kinderkörper beeinflusst und mitverantwortlich ist für die gesundheitliche Entwicklung im späteren Leben,“ so das Fazit der Forscher.

von Redaktion fürKinder

Links zum Thema

Studie

Aifric O’Sullivan et al.,  Early Diet Impacts Infant Rhesus Gut Microbiome, Immunity, and Metabolism, Journal of Proteome Research, 12 (6), pp 2833–2845, Mai 2013, online vorab veröffentlicht

Quelle: PubMed