Rauchen und Alkohol - Foto AK-DigiArt © fotoliaEine Frau trinkt während der Schwangerschaft regelmäßig Alkohol. Das Kind kommt mit den typischen Schädigungen bei einer Fetalen-Alkohol-Spektrum-Störung (FASD) zur Welt und leidet als Erwachsener unter erheblichen Behinderungen.

Urteil: Keine Entschädigung für das Kind

Vor dem Sozialgericht Düsseldorf klagt der Mann auf eine „staatliche Opferentschädigung“. Das Gericht weist die Klage ab mit der Begründung, dass eine „Leibesfrucht“ während der Schwangerschaft kein Opfer einer Körperverletzung sein könne. Das Gesetz zur Opferentschädigung setze einen vorsätzlichen, rechtswidrigen, tätlichen Angriff voraus. Der Alkoholkonsum einer Mutter während der Schwangerschaft sei aber keine Straftat. Nur das ungeborene Leben selbst sei strafrechtlich geschützt.

Junge Frauen trinken heute fast genau so viel wie Männer

Es ist sicher nicht hilfreich, Schwangere mit heißen Tipps, Verboten und Tabus zu „umzingeln“. Und dabei sind Übertreibungen und Schockstrategien beliebt, aber konterproduktiv. Allerdings: Beim Rauchen und Alkohol ist eine etwas „forschere“ Informationsgangart offensichtlich notwendig, denn die Anteile rauchender und Alkohol trinkender Mütter sind nach wie vor erschreckend hoch.

von Redaktion fürKinder

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Beitrag

„Alkohol trotz Schwangerschaft – Tabu für viele noch immer unbekannt“, Stern.de

Quelle: Was ist eine staatliche Opferentschädigung? Pressemitteilung des SG Düsseldorf v. 25.02.2016, das Urteil im Original (Az.: S 1 VG 83/14)