Wunschziele für den Kita-Alltag - Foto Woodapple © fotoliaDie Zielsetzung flächendeckender Versorgung bis 2013 führt zu hektischen, gelegentlich panikartigen Aktionen und Vorschlägen. Darunter so groteske Pläne, wie der Einsatz arbeitslos gewordenen Schlecker-Mitarbeiterinenn in den Kitas, aber auch sinnvolle Veranstaltungen, wie etwa die Einbindung der Beteiligten bei der frühkindlichen Erziehung und Bildung in „Zukunftskonferenzen“, in denen zumindest Ziele und Anforderungen formuliert werden können. Für die Umsetzung ist dann allerdings Zeit und Geld in der Regel zu knapp.

„Zukunftskonferenzen“ sollen Schwung in die Kita-Entwicklung bringen

Den Stand der „Zukunftskonferenzen“ fasst diese Pressemitteilung zusammen:

Bildungs- und Betreuungseinrichtungen arbeiten zusammen, Kitas werden zu Familienzentren ausgebaut und die Kinderbetreuung wird verbessert. Dies waren die zentralen Zielsetzungen der mehr als 2.000 Teilnehmer auf 63 Zukunftskonferenzen, die die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in den vergangenen sechs Monaten in Kommunen, Städten und Gemeinden organisiert hat.

Wie können wir auf lokaler Ebene alle Kinder von klein auf optimal fördern? Zu dieser Frage diskutierten Menschen aus verschiedensten Berufsfeldern: Ein Drittel der Teilnehmenden arbeiten in Kitas und der Tagespflege, mehr als 20 Prozent sind in Jugend- und Sozialämtern tätig und zehn Prozent arbeiten an Grundschulen und in Vereinen.

Die Zukunftskonferenzen waren der Auftakt des bundesweiten Serviceprogramms Anschwung für frühe Chancen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). Es unterstützt Städte und Gemeinden dabei, die Angebote frühkindlicher Bildung auszubauen und qualitativ zu verbessern.

„Der Wille zur Veränderung bei Fach- und Verwaltungskräften ist da. Dass die anstehenden Aufgaben groß sind, wissen alle. Gefreut hat uns, viele Menschen zu treffen, die etwas unternehmen wollen und sich nicht ausruhen in gegenseitiger Zuweisung von Verantwortlichkeiten“, so Peter Bleckmann, Programmleiter in der DKJS.

110 lokale Anschwung-Initiativen haben bereits mit der Arbeit begonnen, bis 2014 sollen es 600 werden. Die lokalen Initiativen werden bei ihren ersten Schritten bis zu 18 Monaten unterstützt, durch Prozessbegleitung, Fortbildungen und Hospitationsreisen.

von Redaktion fürKinder

Links zum Thema

Webseite

„Frühe Chancen“, Onlineportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Quelle: Pressemitteilung von Anschwung für frühe Chancen vom 12.6.2012